Teichfilter kaufen

Um den passenden Teichfilter kaufen zu können, ist nicht nur das Wasservolumen des Teiches ausschlaggebend. Sowohl Fischbesatz, Teichbepflanzung wie auch Standort und die Bauweise des Teiches sind entscheidend für die Auswahl des Teichfilters. In unserem Kaufberater für Teichfilter geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Filterarten und worauf Sie bei einem Kauf achten sollten. Mit der falschen Auswahl kann die Freude am eigenen Teich schnell getrübt werden.

Teichfilter kaufen

Warum einen Teichfilter kaufen?

Ohne Teichfilter sind die allermeisten Gartenteiche nicht in der Lage, ein stabiles biologisches Gleichgewicht zu entwickeln. Anders wie in natürlichen Gewässern findet im künstlich angelegten Gartenteich kein Austausch des Wassers durch natürliche Zu- und Abläufe statt. Auch fehlt der direkte Bodenkontakt, welcher in natürlichen Gewässern ebenfalls die Reinigung des Wassers unterstützt. Einseitige Bepflanzung ist ein weitere Aspekt. Nur selten und meist bei größeren Teichen funktioniert die Selbstreinigung von alleine. Hierzu müssen allerdings eine Vielzahl von Faktoren zusammen kommen, um diesen Idealfall künstlich herzustellen. Teichfilter sind dadurch das Herzstück der allermeisten Teiche und müssen mehrere Monate im Jahr rund um die Uhr zuverlässige Arbeit verrichten.

Kaufberater für Teichfilter – Auswahlkriterien

Viele Teichbesitzer, die einen Teichfilter kaufen möchten, sind aufgrund der Vielzahl an erhältlichen Filtern verunsichert. Mit unserem Kaufberater für Teichfilter wollen wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Filterarten und Funktionen geben. Neben dem Teichvolumen sind ebenfalls der Fischbesatz und der Standort des Teiches von Bedeutung. Auch die Bauweise des Gartenteiches spielt eine Rolle bei der Auswahl des richtigen Teichfilters.

1. Wasservolumen des Gartenteiches

Um den richtigen Teichfilter auswählen zu können, müssen Sie an erster Stelle das Wasservolumen Ihres Teiches beachten. Haben Sie Ihren Teich selber angelegt, ist Ihnen das Wasservolumen sicher bekannt. Bei Fertigteichen finden Sie dieses in den Angaben des Herstellers. Bei Neuanlagen ist es empfehlenswert, das Wasser beim Einlassen mit einer Wasseruhr zu messen. Dadurch erhalten Sie den genauen Inhalt des Teiches. Ist Ihnen das Volumen des Teiches nicht bekannt, können Sie das Teichvolumen durch Ausmessen des Teiches berechnen. Bei runden und eckigen Teichen ist die Berechnung mit einer vereinfachten Formel sehr einfach. Je nach Teichform gelten die folgenden Formeln:

Runde Teiche:

Länge x Breite x Tiefe / 2 = Teichvolumen in m³

Beispielrechnung:
Bei einer Länge und Breite von 2 Metern und einer Tiefe von 1 Meter: 2 m x 2 m x 1 m / 2 = 2m³ (2000 Liter)

Eckige Teiche:

Länge x Breite x Tiefe = Teichvolumen in m³

Beispielrechnung:
Bei einer Länge von 5 m, einer Breite von 2 m und einer Tiefe von 1 m: 5 m x 2 m x 1 m = 10m³ (10.000 Liter)pibus leo.

Sonderformen berechnen

Mit der oben beschriebenen Formel lassen sich sehr leicht runde und eckige Teiche berechnen. Teichlandschaften, die aus individuellen Formen und unterschiedlichen Teichzonen bestehen, sollten in mehrere Bereiche aufgeteilt werden. Idealerweise besteht ein Teich aus einer Sumpf-, Flachwasser- und Tiefwasserzone. In einem solchen Fall sollte die Messung aufgeteilt werden und die Flachwasserzone und Tiefwasserzone getrennt gemessen und berechnet werden.

2. Fischbesatz im Teich

Auch der vorhandene oder geplante Fischbesatz muss bei der Auswahl des Teichfilters beachtet werden. Bei dichtem Fischbesatz muss der Teichfilter eine höhere Filterleistung erbringen wie bei Teichen mit wenigen oder keinen Fischen.

Auch die Art des Fischbesatzes spielt dabei eine wichtige Rolle. Fische sind fast den ganzen Tag auf Nahrungssuche und durchwühlen den Teich. Dazu nehmen Sie Ablagerungen ins Maul und spucken die nicht essbaren Reste wieder aus. Durch dieses Verhalten wirbeln sie Sedimente auf, welche sich nicht sofort wieder absetzen und durch die Wasserströmung wieder im Teichwasser schwimmen und vom Filter aufgenommen werden.

Fischbesatz berechnen

Für den Fischbesatz gibt es ebenfalls eine Formel zur Berechnung für die geeignete Besatzgröße. Diese geht von 5 Litern Wasser pro Zentimeter Fisch aus. Was in dieser Formel nicht berücksichtigt wird, ist die Breite des Fisches. Fischexperten raten daher, den Wasserwert für die Länge zu Vervierfachen. Zusätzlich sollte das Volumen noch Verdreifacht werden. Die Formel würde dann wie folgt aussehen:

5 Liter * 4 = 20 Liter * 3 = 60 Liter pro Zentimeter Fisch

Eine weitere Formel zu Berechnung zieht das Gewicht der Fische zu Berechnung heran. Hier gilt als Obergrenze max. 1 kg Fisch pro m³ Wasser. Ein ausgewachsener Goldfisch erreicht ca. ein Gewicht von 120 bis 150 Gramm. Geht man von einem Gewicht von 150 Gramm aus, könnten pro m³ Wasser 6 Goldfische gehalten werden. Damit befindet man sich aber bereits an der absoluten Obergrenze. In der Praxis hat sich gezeigt, dass man pro m³ Wasser ein bis zwei Goldfische halten sollte.

3. Standort des Gartenteiches

Im Idealfall sollte der gesamte Teich 5 bis 6 Stunden am Tag in der vollen Sonne liegen. Noch besser ist, wenn ein Teil des Teiches Ganztags im Schatten oder Halbschatten liegt. Nicht immer lässt sich dies aber umsetzen. Bei höheren Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser und die Vermehrung von Algen steigt an. Dies bedeutet eine größere Belastung des Teichwassers und dadurch auch für den Teichfilter.

4. Auswahlkritierien zum Teichfilter kaufen

Durch das Berechnen des Teichvolumens haben Sie eine „Kennzahl“ für die maximale Filterleistung erhalten. Hersteller geben in den Produktnamen oftmals die maximale Filterleistung an.

Beispiel: Der Pontec PondoPress Set 5000 ist für Teiche bis 5.000 Liter geeignet. Hat Ihre Berechnung inklusive einer Reserve einen Wert von 5000 Litern ergeben, ist dieser Filter für Ihren Teich ausreichend.

  Druckfilter oder Durchlauffilter:
Abhängig von der Teichgröße ist auch Art des Teichfilters wichtig. Druckfilter eignen sich bis zu einem Teichvolumen von ca. 20.000 l. Bei größeren Teichen kommen häufig Durchlauffilter zum Einsatz. Achten Sie daher auf das angegebene Filtervolumen. In diesem Artikel finden Sie die Unterschiede der Teichfiltertypen.

  Maximales Teichvolumen beachten:
Die Angaben der Hersteller beziehen sich immer auf Teichvolumen ohne Fische. Sind Fische vorhanden oder geplant, achten Sie auf die Angabe des Herstellers Teichvolumen mit Fischbesatz bzw. Teichvolumen mit Koibesatz.

  Intergrierte UVC-Wasserklärer:
Viele Teichfilter haben bereits einen integrierten UVC-Klärer. Diese Geräte reinigen das Wasser zusätzlich von Schwebealgen, Keinem und Bakterien. Nicht immer muss ein UV-Klärer eingesetzt werden. In manchen Situation, z.B. starke Algeblüten, ist es aber hilfreich, auf dieses Gerät zurückgreifen zu können.

  Verschieden Filtermedien:
Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass der Filter über verschiedene Filtermedien verfügt. Meist sind dies Filterschwämme oder Filtermatten mit unterschiedlicher Dichte. Zusätzlich gibt es weitere Filtermedien wie Bioballs, Biokörper oder Bioringe. Die unterschiedlichen Filtermedien sind für die mechanische und biologische Reinigung verantwortlich.

  Reinigunsfunktion:
Viele Teichfilter haben zur Wartung eine integrierte Reinigungsfunktion. Dies ermöglicht das Reinigen der Filtermedien, ohne den Teichfilter öffnen zu müssen. Im laufenden Betrieb sammeln sich am Filterboden Ablagerungen an. Diese sollten regelmäßig entfernt werden. Bei Druckfiltern geschieht dies durch eine Rückspülfunktion. Bei Durchlauffiltern sollten Sie darauf achten, dass dieser über einen Bodenablauf verfügt, um Ablagerungen und Schmutzwasser abzulassen.

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