Algen im Teich

Algen im Teich sind zunächst nichts Ungewöhnliches. Sie gehören zu natürlichen Gewässern und damit auch zum Gartenteich. Ein Teich muss deshalb nicht vollständig algenfrei sein. Problematisch wird es vor allem dann, wenn sich Algen stark vermehren und dadurch das Wasser oder das Erscheinungsbild des Teiches beeinträchtigen.

Ob einzelne Fadenalgen, ein grüner Belag oder plötzlich grünes Wasser durch eine Algenblüte – Algen können im Teich ganz unterschiedlich auftreten. Auch die Ursachen sind nicht immer gleich. Licht, Temperatur, Nährstoffe, organische Einträge und die vorhandene Bepflanzung können dabei eine Rolle spielen.

Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Algen im Teich vorkommen, warum sie sich stark vermehren können und was Sie dagegen tun können.

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Algen im Teich
Algen im Teich gehören zum natürlichen Gewässersystem. Starkes Algenwachstum kann jedoch zum Problem werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Algen gehören zum natürlichen Teichsystem und sind nicht grundsätzlich ein Problem.
  • Starkes Algenwachstum wird vor allem durch ein hohes Nährstoffangebot, viel Licht und passende Temperaturen begünstigt.
  • Fadenalgen, Schwebealgen, Algenbeläge und Blaualgen müssen unterschiedlich betrachtet werden.
  • Entscheidend ist nicht die vollständige Entfernung von Algen, sondern die Vermeidung einer übermäßigen Vermehrung.
  • Die passende Maßnahme hängt von der Algenart und den Bedingungen im jeweiligen Teich ab.

Algen gehören zum Teich

Algen sind ein natürlicher Bestandteil von Gewässern. Auch im Gartenteich gehören sie zum biologischen System und übernehmen dort verschiedene Funktionen. Sie nehmen unter anderem Nährstoffe auf und sind Teil der Nahrungskette.

Gerade im Frühjahr können sich Algen entwickeln, bevor die höheren Wasserpflanzen ihr Wachstum wieder aufnehmen. Mit steigenden Temperaturen und zunehmendem Pflanzenwachstum verändern sich die Bedingungen im Teich. Wasserpflanzen nehmen Nährstoffe auf und können durch ihre Beschattung gleichzeitig die Lichtverhältnisse verändern.

Deshalb sind einzelne Algen im Teich zunächst kein Grund zur Sorge. Entscheidend ist, wie stark sie sich vermehren und ob daraus ein dauerhaftes Problem entsteht.

Warum entstehen Algen im Teich?

Starkes Algenwachstum wird häufig durch ein erhöhtes Nährstoffangebot begünstigt. Nährstoffe gelangen auf unterschiedlichen Wegen in den Teich. Laub, Pollen, Staub, abgestorbene Pflanzenteile, Fischkot und nicht aufgenommenes Fischfutter können dazu beitragen.

Auch organische Ablagerungen und Teichschlamm spielen eine Rolle. Beim natürlichen Abbau dieser Stoffe werden Nährstoffe freigesetzt, die anschließend wieder für Algen und andere Pflanzen verfügbar sind.

Neben den Nährstoffen beeinflussen auch Licht und Temperatur das Algenwachstum. Ebenso wichtig sind die vorhandenen Wasserpflanzen und der allgemeine Zustand des Teichsystems.

Starkes Algenwachstum hat deshalb meist nicht nur eine einzige Ursache. Entscheidend ist das Zusammenspiel der verschiedenen Bedingungen im Teich.

Welche Algen gibt es im Teich?

Algen im Teich können ganz unterschiedlich aussehen. Manche bilden lange Fäden, andere schweben frei im Wasser oder wachsen als Belag auf Steinen, Folie und Pflanzen. Auch sogenannte Blaualgen werden häufig zu den Algen gezählt, obwohl es sich dabei biologisch um Cyanobakterien handelt.

› Fadenalgen

Fadenalgen bilden lange, fädige Strukturen und können sich zu dichten Büscheln oder Matten verbinden. Unter günstigen Bedingungen können sie sich besonders in gut beleuchteten Bereichen stark ausbreiten.

Einzelne Fadenalgen sind in einem Teich zunächst nichts Ungewöhnliches. Problematisch wird es vor allem, wenn sie sich stark vermehren und größere Bereiche überwuchern.

› Schwebealgen

Schwebealgen befinden sich frei im Wasser. Vermehren sie sich stark, wird das Teichwasser grün oder grünlich trüb. Eine solche starke Vermehrung wird häufig als Algenblüte bezeichnet.

Eine Algenblüte kann sich unter günstigen Bedingungen schnell entwickeln und bei veränderten Bedingungen auch wieder zurückgehen.

› Algenbeläge

Grüne oder bräunliche Algenbeläge können auf Steinen, Teichfolie, Holz, Pflanzen und anderen Oberflächen im Wasser wachsen. Solche Beläge gehören zur natürlichen Besiedlung eines Teiches.

Ein dünner Belag ist deshalb zunächst kein Grund zur Sorge. Erst wenn er sich stark ausbreitet, wird er zum Pflegeproblem.

› Blaualgen

Blaualgen sind biologisch keine Algen, sondern Cyanobakterien. Sie können sich unter geeigneten Bedingungen stark vermehren und dabei grüne, blaugrüne oder teilweise schleimige Beläge und Ansammlungen bilden.

Einige Cyanobakterien können gesundheitlich problematische Stoffe bilden. Ein Verdacht auf Blaualgen sollte deshalb ernst genommen und anders bewertet werden als ein gewöhnliches Algenproblem. Weitere Informationen finden Sie im Beitrag Blaualgen im Teich.

Was hilft gegen Algen im Teich?

Was gegen Algen im Teich hilft, hängt davon ab, welche Algen auftreten und warum sie sich stark vermehren. Eine einzelne Maßnahme führt deshalb nicht immer zum gewünschten Ergebnis.

Wer Algen dauerhaft reduzieren möchte, sollte möglichst die Bedingungen im Teich verbessern. Dazu können eine angepasste Teichpflege, geeignete Wasserpflanzen, ein passender Fischbesatz und bei Bedarf technische Maßnahmen beitragen.

› Teichpflege

Laub, abgestorbene Pflanzenteile und andere organische Einträge sollten nicht dauerhaft in großen Mengen im Teich verbleiben. Werden solche Stoffe regelmäßig entfernt, gelangen weniger organische Substanzen in den Nährstoffkreislauf.

Bei älteren Teichen können zusätzlich angesammelte Sedimente und Teichschlamm eine Rolle spielen.

› Teichpflanzen

Wasserpflanzen nehmen Nährstoffe auf und können gleichzeitig die Lichtverhältnisse im Teich beeinflussen. Eine passende Bepflanzung kann deshalb dazu beitragen, das Teichsystem stabil zu halten.

Mehr Pflanzen allein sind jedoch kein zuverlässiges Mittel gegen Algen im Teich. Entscheidend sind die Auswahl, die Menge und der Standort der Pflanzen. Teichpflanzen gegen Algen können dabei gezielt eingesetzt werden.

› Fischbesatz und Fütterung

Fische bringen Nährstoffe in den Teich ein. Auch nicht aufgenommenes Fischfutter belastet das Wasser zusätzlich.

Die Futtermenge sollte deshalb zum Fischbestand und zu den jeweiligen Bedingungen passen. Futterreste sollten möglichst vermieden werden. Welche Teichfische für einen Gartenteich geeignet sind, hängt unter anderem von der Größe und den Bedingungen des Teiches ab.

› Beschattung

Starke Sonneneinstrahlung kann das Wachstum vieler Algen fördern. Eine geeignete Beschattung kann deshalb bei bestimmten Teichen sinnvoll sein.

Schwimmblattpflanzen können beispielsweise einen Teil der Wasseroberfläche beschatten. Eine vollständige Beschattung des Teiches ist dagegen nicht notwendig.

› Filter und UVC

Ein geeigneter Teichfilter kann dazu beitragen, Schwebstoffe und organische Belastungen aus dem Wasserkreislauf zu entfernen. Eine UVC-Einheit kann insbesondere bei Schwebealgen und grünem Teichwasser hilfreich sein.

Gegen Fadenalgen ist UVC dagegen keine direkte Lösung. Technische Maßnahmen sollten deshalb immer zum jeweiligen Teich und zum konkreten Algenproblem passen.

Was häufig gegen Algen empfohlen wird

Gegen Algen im Teich werden viele verschiedene Methoden empfohlen. Dazu gehören Hausmittel, Teichmuscheln und spezielle Algenvernichter. Was davon sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Teich und vom konkreten Algenproblem ab.

› Hausmittel gegen Algen

Essig, Milch, Natron, Torf und andere Hausmittel gegen Algen werden immer wieder empfohlen. Eine allgemeine Lösung sind sie jedoch nicht. Je nach Anwendung können sie die Wasserbedingungen und das biologische Gleichgewicht des Teiches verändern.

› Teichmuscheln gegen Algen

Teichmuscheln filtern das Wasser und nehmen dabei auch Schwebstoffe auf. Ein bestehendes Algenproblem lösen sie jedoch nicht zuverlässig.

Außerdem brauchen Teichmuscheln passende Lebensbedingungen und ausreichend Nahrung im Wasser.

› Algenvernichter

Algenvernichter können Algen abtöten oder ihr Wachstum hemmen. Die Ursache des Algenproblems bleibt dadurch jedoch bestehen.

Sterben größere Mengen Algen ab, müssen sie im Teich abgebaut oder entfernt werden. Dabei können wieder Nährstoffe freigesetzt werden, die das weitere Algenwachstum begünstigen.

Algenvernichter können deshalb eine kurzfristige Maßnahme sein, sollten aber nicht als alleinige Lösung für dauerhaft starkes Algenwachstum betrachtet werden.

Algen im Jahresverlauf

Algen im Teich verändern sich im Laufe des Jahres. Licht, Temperatur, Pflanzenwachstum und Nährstoffangebot beeinflussen, wie stark sie sich entwickeln können.

Gerade im Frühjahr kann es zu einer stärkeren Algenentwicklung kommen. Die Wasserpflanzen beginnen erst wieder zu wachsen und verändern die Bedingungen im Teich erst nach und nach.

Im Sommer können viel Licht und hohe Temperaturen das Algenwachstum fördern. Im Herbst verändern sich die Bedingungen erneut, wenn die Pflanzen ihr Wachstum zurückfahren und mehr organisches Material in den Teich gelangt.

Im Winter ist das Algenwachstum meist deutlich geringer. Algen können aber auch während der kalten Jahreszeit vorhanden sein. Eine stärkere Bekämpfung ist dann in der Regel nicht sinnvoll. Wie sich Algen im Winter verhalten und worauf Sie achten sollten, hängt von den Bedingungen im jeweiligen Teich ab.

Das Algenwachstum im Jahresverlauf ist deshalb nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass ein Teich dauerhaft aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Algen dauerhaft reduzieren

Algen gehören zu jedem Teich. Entscheidend ist deshalb nicht, jeden Algenbelag zu entfernen, sondern eine übermäßige Vermehrung zu verhindern.

Dafür sollten die Bedingungen im Teich möglichst stabil sein. Eine regelmäßige Teichpflege, wenig unnötige Nährstoffeinträge, passende Wasserpflanzen und ein angemessener Fischbesatz können dabei helfen. Je nach Teich sind auch technische Maßnahmen sinnvoll.

Eine einzelne Maßnahme reicht jedoch meist nicht aus. Wer Algen im Teich dauerhaft reduzieren möchte, sollte deshalb nicht nur die Algen selbst betrachten, sondern die Bedingungen im gesamten Teich.

Algen sind nicht der Feind

Bei einem stabil laufenden Teich ist es nicht nötig, ständig alle Wasserwerte zu messen.

Auch bei einem Teich mit Fischbesatz reicht es in der Regel, die wichtigsten Werte regelmäßig zu kontrollieren. So bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie sich die Wasserqualität entwickelt.

Wird am Teich etwas verändert, steigt der Fischbesatz oder treten Probleme wie starkes Algenwachstum oder auffälliges Verhalten der Fische auf, kann ein genauerer Blick auf die Wasserwerte sinnvoll sein. Dann können die Messungen helfen, Veränderungen im Teich besser einzuordnen.

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