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Die Wasserwerte im Teich sind eine wichtige Grundlage für einen stabilen und gesunden Teich. Sie geben Aufschluss über die Wasserqualität und zeigen, ob wichtige Werte wie pH-Wert, Karbonathärte (KH), Gesamthärte (GH), Nitrit und Nitrat in einem geeigneten Bereich liegen. Für Fische, Teichpflanzen und andere Teichbewohner sind vor allem ausgewogene und möglichst stabile Wasserverhältnisse wichtig.
Viele Wasserwerte lassen sich mit einfachen Wassertests selbst bestimmen. Dabei müssen die einzelnen Werte nicht immer exakt einem bestimmten Idealwert entsprechen. Entscheidend sind das Zusammenspiel der verschiedenen Wasserwerte und ihre Entwicklung über die Zeit.
Die Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die wichtigsten Wasserwerte im Teich. Die Werte sind als Richtwerte gedacht und können je nach Teich und Fischbesatz etwas variieren. Entscheidend ist vor allem, dass die Werte möglichst stabil bleiben.
| Wasserwert | Richtwert / Orientierung |
|---|---|
| pH-Wert | 7–8 |
| KH | 5–10 °dKH |
| GH | 6–16 °dGH |
| Nitrit | möglichst nicht nachweisbar |
| Nitrat | bis etwa 25 mg/l |
| Phosphat (PO₄) | < 0,05 mg/l |
| Ammonium / Ammoniak | möglichst niedrig |
| Sauerstoff (O₂) | 6–8 mg/l |
| CO₂ (Kohlendioxid) | kein fester Sollwert |
| Chlor | kein fester Richtwert |
Einige Wasserwerte sind besonders wichtig, wenn es um die Qualität des Teichwassers geht. Sie zeigen, ob die Bedingungen im Teich für Fische, Pflanzen und andere Teichbewohner geeignet sind und ob sich Veränderungen frühzeitig erkennen lassen.
Der pH-Wert im Teich beschreibt, ob das Teichwasser eher sauer, neutral oder alkalisch ist. Er gehört zu den wichtigsten Wasserwerten, weil er beeinflusst, wie gut Fische und andere Teichbewohner mit den Bedingungen im Wasser zurechtkommen. Auch für viele biologische Vorgänge und die Wirkung anderer Wasserwerte spielt der pH-Wert eine Rolle.
Im Gartenteich liegt der pH-Wert meist in einem leicht alkalischen Bereich (etwa 7 bis 8,5). Ein Wert allein sagt jedoch noch nicht alles über die Wasserqualität aus. Besonders wichtig ist, dass der pH-Wert möglichst stabil bleibt und sich nicht innerhalb kurzer Zeit stark verändert. Dabei steht der pH-Wert in engem Zusammenhang mit der Karbonathärte (KH), die als Puffer gegen starke pH-Schwankungen wirkt.
Der pH-Wert verändert sich im Laufe des Tages. Durch die Aktivität von Pflanzen und Algen ist er morgens meist niedriger und steigt im Tagesverlauf bis zum Abend an. Auch Veränderungen im Teichwasser, zum Beispiel durch einen Wasserwechsel oder starke Algenentwicklung, können den pH-Wert beeinflussen.
Die Karbonathärte (KH) beschreibt, wie viel von bestimmten gelösten Mineralstoffen im Teichwasser vorhanden ist. Sie gehört zu den wichtigen Wasserwerten, weil sie dabei hilft, den pH-Wert stabil zu halten.
Vereinfacht gesagt wirkt die KH wie ein Puffer. Sie sorgt dafür, dass sich der pH-Wert nicht so leicht und nicht so stark verändert. Ist die KH zu niedrig, kann der pH-Wert deutlich stärker schwanken.
Die KH und der pH-Wert gehören deshalb eng zusammen und sollten bei der Beurteilung des Teichwassers gemeinsam betrachtet werden.
Die Gesamthärte (GH) gibt an, wie viele gelöste Mineralstoffe, vor allem Calcium und Magnesium, im Teichwasser enthalten sind. Sie ist damit ein wichtiger Bestandteil der Wasserhärte und beeinflusst die Lebensbedingungen für Fische, Pflanzen und andere Teichbewohner.
Eine sehr niedrige GH bedeutet, dass nur wenige dieser Mineralstoffe im Wasser vorhanden sind. Eine sehr hohe GH ist dagegen nicht für jeden Teichbewohner gleichermaßen geeignet.
Nicht jeder Wassertest enthält eine Messung der GH. Wer die Gesamthärte überprüfen möchte, sollte deshalb darauf achten, dass der verwendete Test diesen Wasserwert auch erfasst.
Die GH sollte deshalb zusammen mit der KH und dem pH-Wert betrachtet werden.
Nitrit ist ein wichtiger Wasserwert, weil erhöhte Nitritkonzentrationen für Fische und andere Teichbewohner schädlich sein können.
In einem stabilen Teich sollte Nitrit möglichst nicht nachweisbar sein. Erhöhte Werte können beispielsweise auftreten, wenn die biologische Filterung gestört ist oder sich die Belastung des Teichwassers deutlich erhöht.
Wird Nitrit im Teichwasser nachgewiesen, sollte die Ursache möglichst zeitnah gesucht und der Wert kontrolliert werden.
Nitrat entsteht im Teich beim Abbau von organischen Stoffen wie Fischkot, Futterresten und abgestorbenen Pflanzen. Es ist ein wichtiger Nährstoff für Teichpflanzen und wird von ihnen für das Wachstum genutzt.
Für Fische ist Nitrat deutlich weniger problematisch als Nitrit. Steigt der Nitratwert zu stark an, kann das Algenwachstum gefördert werden.
Vor allem in Teichen mit vielen Fischen und wenigen Pflanzen kann sich Nitrat stärker anreichern. Ein erhöhter Wert kann daher darauf hinweisen, dass mehr Nährstoffe im Teich vorhanden sind, als die Pflanzen aufnehmen können.
Neben den wichtigsten Wasserwerten im Teich gibt es weitere Werte, die für die Wasserqualität wichtig sein können. Phosphat fördert bei erhöhten Werten das Algenwachstum. Sauerstoff ist für Fische und die biologischen Vorgänge im Teich unverzichtbar. CO₂ brauchen Unterwasserpflanzen für ihre Photosynthese. Gleichzeitig beeinflusst es den pH-Wert.
Ammonium, Ammoniak und Chlor können unter bestimmten Bedingungen zu Problemen führen. Das gilt beispielsweise bei einer hohen Belastung des Teichwassers, einem ungünstigen pH-Wert oder durch chlorhaltiges Leitungswasser.
Phosphat ist ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen. Teichpflanzen benötigen Phosphat für ihr Wachstum.
Ist jedoch zu viel Phosphat im Teich vorhanden, steht den Algen ein wichtiger Nährstoff zur Verfügung. Ein erhöhter Phosphatwert kann deshalb das Algenwachstum fördern.
Phosphat gelangt unter anderem durch Fischfutter, Fischkot, abgestorbene Pflanzenteile und Laub in den Teich. Auch das verwendete Füll- oder Leitungswasser kann Phosphat enthalten.
Für die Beurteilung der Wasserqualität ist Phosphat deshalb vor allem dann interessant, wenn im Teich stärkeres Algenwachstum auftritt.
Sauerstoff ist für Fische und andere Teichbewohner lebenswichtig. Auch die Mikroorganismen, die im Teich organische Stoffe abbauen, benötigen Sauerstoff.
Der Sauerstoffgehalt im Teich verändert sich im Laufe des Tages. Bei Licht geben Pflanzen und Algen durch die Photosynthese Sauerstoff an das Wasser ab. Gleichzeitig verbrauchen sie durch ihre Atmung Sauerstoff. Nachts fällt die Photosynthese weg, der Sauerstoffverbrauch bleibt jedoch bestehen. Gleichzeitig enthält warmes Wasser weniger Sauerstoff als kaltes Wasser. Besonders in warmen Sommernächten kann der Sauerstoffgehalt deshalb deutlich sinken.
Ein niedriger Sauerstoffgehalt kann für Fische schnell problematisch werden. Besonders wichtig ist deshalb eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Teiches, vor allem bei hohen Temperaturen und starkem Algenwachstum.
CO₂ (Kohlendioxid) ist für Unterwasserpflanzen ein wichtiger Bestandteil der Photosynthese. Sie benötigen Kohlenstoff für ihr Wachstum.
Der CO₂-Gehalt im Teich verändert sich im Laufe des Tages. Bei Licht wird CO₂ durch die Photosynthese verbraucht. Nachts findet keine Photosynthese statt, während durch die Atmung weiterhin CO₂ entsteht. Dadurch steigt der CO₂-Gehalt wieder an.
CO₂ beeinflusst außerdem den pH-Wert. Wird viel CO₂ durch die Photosynthese verbraucht, kann der pH-Wert deutlich ansteigen. Unter bestimmten Bedingungen kann dadurch eine biogene Entkalkung entstehen. Dabei kann sich Calciumcarbonat aus dem Wasser ablagern und die KH sowie teilweise auch die GH können sinken.
Ammonium (NH₄) entsteht im Teich beim Abbau organischer Stoffe. Dazu gehören beispielsweise Fischkot, Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile.
In einem gut funktionierenden Teich wird Ammonium von Mikroorganismen weiter abgebaut. Bei einer starken Belastung oder einer gestörten biologischen Filterung (zum Beispiel im Teichfilter) kann der Ammoniumwert jedoch ansteigen.
Problematisch wird ein erhöhter Ammoniumwert vor allem bei einem hohen pH-Wert. Dann kann sich ein größerer Anteil des Ammoniums in das giftigere Ammoniak (NH₃) umwandeln. Ammoniak kann die Kiemen schädigen und die Atmung der Fische beeinträchtigen.
Ammoniak (NH₃) steht im Teich in einem Gleichgewicht mit Ammonium. Wie viel davon als giftiges Ammoniak vorliegt, hängt vor allem vom pH-Wert und der Wassertemperatur ab.
Bei einem hohen pH-Wert und warmem Wasser kann der Anteil an Ammoniak deutlich steigen. Für Fische kann das schnell problematisch werden. Ammoniak schädigt die Kiemen und kann die Atmung beeinträchtigen.
Deshalb sollte ein erhöhter Ammoniakwert nicht ignoriert werden, besonders wenn gleichzeitig der pH-Wert hoch ist.
Chlor (Cl₂) kann über das Leitungswasser in den Teich gelangen. Das ist vor allem bei einem Wasserwechsel oder beim Befüllen des Teiches relevant, wenn das verwendete Leitungswasser mit Chlor desinfiziert wird.
Chlor kann für Fische, andere Teichbewohner und Mikroorganismen schädlich sein. Beim Nachfüllen kann das Leitungswasser möglichst fein verteilt werden, damit Chlor schneller entweichen kann.
Die Wasserwerte im Teich lassen sich mit einfachen Wassertests selbst überprüfen. Für die wichtigsten Werte gibt es Teststreifen und Tröpfchentests.
Teststreifen sind schnell und unkompliziert. Je nach Produkt lassen sich damit beispielsweise pH-Wert, KH, GH, Nitrit und Nitrat überprüfen.
Wer genauer messen möchte, kann einen Tröpfchentest verwenden. Dabei wird eine Wasserprobe mit einem Testreagenz versetzt. Anhand der Farbveränderung lässt sich der jeweilige Wasserwert ablesen.
Wie häufig gemessen werden sollte, hängt von der Situation im Teich ab. Bei einem stabilen Teich reichen regelmäßige Kontrollen. Nach einem Wasserwechsel, bei stärkerem Algenwachstum oder wenn sich Fische auffällig verhalten, kann eine zusätzliche Messung sinnvoll sein.

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