Teichfische

Fische gehören für viele Teichbesitzer einfach zum Gartenteich dazu. Ob heimische Fische für einen naturnahen Teich oder Zierfische im Teich – welche Fischarten geeignet sind, hängt immer auch von den Bedingungen im jeweiligen Teich ab. Teichgröße, Wassertiefe, Sauerstoffversorgung, Wasserqualität und das vorhandene Nahrungsangebot spielen dabei eine wichtige Rolle. In der Praxis erleben wir immer wieder völlig falsch besetzte Gartenteiche oder eine regelrechte „Massenfischhaltung“, bei der deutlich mehr Fische im Teich leben, als dieser dauerhaft verkraften kann.

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Teichfische im Gartenteich
Teichfische im Gartenteich – heimische Biotopfische, Zierfische sowie Störe und Sterlet im Überblick.

Fischbesatz im Gartenteich

Wie viele Fische in einen Gartenteich passen, lässt sich nicht allein anhand der Teichgröße bestimmen. Entscheidend sind unter anderem Fischart, ausgewachsene Größe, Lebensweise und Fischbesatz. Auch das natürliche Nahrungsangebot und die Bedingungen im Teich sind ein wichtiger Faktor.

Besonders bei der Planung wird häufig nur der ursprüngliche Fischbesatz betrachtet. Dabei sollte man auch den Nachwuchs und die spätere Größe der Fische berücksichtigen. Aus wenigen Tieren kann sich über die Jahre ein deutlich größerer Bestand entwickeln, als ursprünglich geplant war.

Bei Schwarmfischen gehört eine gewisse Anzahl an Tieren zu ihrem natürlichen Verhalten. Gleichzeitig sollte der Bestand zum vorhandenen Lebensraum passen. Zu viele Fische belasten den Teich und können Wasserqualität und Pflegeaufwand negativ beeinflussen.

Deshalb geht es bei der Fischhaltung nicht darum, möglichst viele Fische in einem Teich unterzubringen. Ein zum Teich und zu den gehaltenen Arten passender Bestand ist die bessere Grundlage für dauerhaft stabile Verhältnisse und bedeutet auch mehr Freude an dem Teich.

Biotopfische im Teich

Heimische Biotopfische sind besonders für naturnahe Teiche interessant. Solche Teiche bieten mit Wasserpflanzen, unterschiedlichen Tiefen und strukturreichen Bereichen Lebensraum für verschiedene Fischarten. Moderlieschen, Bitterlinge, Elritzen, Gründlinge und Dreistachlige Stichlinge sind nur einige Beispiele. Welche Arten für den eigenen Teich geeignet sind, hängt dabei von den jeweiligen Ansprüchen der Fischart und den Bedingungen im Teich ab.

Zierfische im Teich

Goldfische, Koi und andere Zierfische werden vor allem wegen ihres Aussehens und ihrer besonderen Merkmale im Teich gehalten. Dazu gehören auch gezüchtete Formen und Zuchtvarianten, wie zum Beispiel die Goldelritze oder Goldorfe. Welche Fische geeignet sind, hängt auch hier davon ab, ob Fischart und Teich zusammenpassen.

Störe und Sterlet im Teich

Störe und Sterlet werden ebenfalls in Gartenteichen gehalten, stellen aber ganz andere Anforderungen an den Teich als viele kleinere Teichfische. Vor allem die spätere Größe, der Platzbedarf und die Sauerstoffversorgung müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Für kleine Gartenteiche sind Störe und Sterlet aufgrund ihrer Größe und ihrer Haltungsansprüche völlig ungeeignet.

Die passenden Teichfische finden

Ob heimische Biotopfische, Zierfische oder Störe und Sterlet – entscheidend ist immer, dass Fischart und Teich zusammenpassen. Größe, Wassertiefe, Sauerstoffversorgung, Nahrung und die spätere Entwicklung des Fischbestands sollten deshalb schon vor dem Einsetzen berücksichtigt werden.

Nicht jeder Fisch passt in jeden Teich. Wer sich vor der Anschaffung mit den Ansprüchen der gewünschten Fischart beschäftigt, kann viele Probleme von Anfang an vermeiden. Dabei sollte nicht nur der aktuelle Zustand des Teiches betrachtet werden, sondern auch die spätere Größe der Fische und eine mögliche Vermehrung.

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