Biotopfische im Teich

Wie bei allen Teichfischen gilt auch bei Biotopfischen im Teich: Nicht jeder Fisch passt in jeden Teich. Gerade heimische Fische im Teich stellen oftmals andere Ansprüche an den Teich, als man zunächst vermutet. Wassertemperatur, Sauerstoff, Nahrung und Lebensraum spielen dabei eine wichtige Rolle.

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Heimische Biotopfische im Gartenteich

Heimische Biotopfische sind vor allem für naturnahe Gartenteiche interessant. Dazu gehören zum Beispiel Moderlieschen, Bitterlinge, Elritzen, Gründlinge und Dreistachlige Stichlinge. Die Arten unterscheiden sich allerdings teilweise deutlich in ihren Ansprüchen. Deshalb sollte man sich vor dem Einsetzen anschauen, was die jeweilige Fischart braucht und ob die Bedingungen im eigenen Teich dafür geeignet sind.

Welche Bedingungen brauchen Biotopfische im Teich

Ob ein heimischer Fisch dauerhaft in einen Gartenteich passt, hängt von mehreren Faktoren ab. Das Teichvolumen ist dabei nur ein Faktor. Auch die Wassertiefe, der Sauerstoffgehalt, die Temperatur, die Wasserqualität sowie die Bepflanzung und die Struktur des Teiches spielen eine wichtige Rolle. Dazu kommt der Fischbesatz: Je mehr Fische im Teich leben, umso stärker wird das Wasser durch Ausscheidungen und aufgewirbelten Schlamm belastet.

Gerade im Sommer zeigen sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Teichen. Flache Teiche heizen sich schnell auf, was zu einem Absinken des Sauerstoffgehalts führen kann. Für Arten, die auf kühles und sauerstoffreiches Wasser angewiesen sind, können solche Bedingungen zum Problem werden. Größere und tiefere Teiche haben hier oft einen größeren Puffer und bieten den Fischen bei richtiger Bauweise unterschiedliche Tiefenbereiche.

Die Bepflanzung und Struktur eines Teiches sind ebenfalls ein wichtiger Faktor. Unterwasserpflanzen, Schwimmblattpflanzen, flache Zonen und Verstecke schaffen unterschiedliche Lebensräume und bieten den Fischen Schutz. Zwischen den Pflanzen und im Bodenbereich findet sich zudem ein Teil des natürlichen Nahrungsangebots. Daher lässt sich die Eignung eines Teiches für heimische Fische nicht einfach an einer bestimmten Literzahl bestimmen.

Bei einem neuen Teich lässt sich der spätere Besatz bereits bei der Planung berücksichtigen. Bei einem bestehenden Teich sollte man deshalb vor dem Einsetzen klären, ob die Bedingungen für die gewünschte Fischart passen.

Wie viele Biotopfische passen in einen Gartenteich?

Die Anzahl von Fischen lässt sich nicht mit einer einfachen Literzahl beantworten. Entscheidend ist auch, welche Arten im Teich leben, wie groß die Fische werden und wie stark der Fischbesatz den Teich belastet. Auch bei Biotopfischen unterscheiden sich die Ansprüche je nach Fischart.

Bei Schwarmfischen wird häufig unterschätzt, dass eine gewisse Anzahl an Fischen zu ihrem natürlichen Verhalten gehört. Gleichzeitig muss der Bestand auch zum vorhandenen Lebensraum passen. Das natürliche Nahrungsangebot spielt ebenfalls eine Rolle. Sind ausreichend Kleintiere, Insektenlarven und andere Nahrungsquellen vorhanden, kann eine zusätzliche Fütterung oft entfallen. In karg gestalteten Teichen dagegen muss häufiger zugefüttert werden.

In der Praxis treffen wir immer wieder auf Teiche, in denen im Laufe der Jahre deutlich mehr Fische zusammengekommen sind, als ursprünglich geplant. Aus wenigen Fischen im Teich kann sich durch Nachwuchs schnell ein größerer Bestand entwickeln. Damit steigen auch der Nährstoffeintrag und der Bedarf an Nahrung. Das kann die Wasserqualität belasten und den Pflegeaufwand erhöhen.

Bei der Fischhaltung geht es deshalb nicht darum, einen Teich möglichst dicht mit Fischen zu besetzen. Ein überschaubarer und zum Teich passender Bestand ist meist die bessere Grundlage für dauerhaft stabile Verhältnisse.

Heimische Fische im Gartenteich

Für einen naturnahen Gartenteich kommen verschiedene heimische Fischarten infrage. Welche heimischen Fische im Teich tatsächlich geeignet sind, hängt allerdings von den Bedingungen im jeweiligen Teich ab. Die Ansprüche an Wassertemperatur, Sauerstoffversorgung, Nahrung und Lebensraum unterscheiden sich bei den einzelnen Arten teilweise deutlich.

Auch bei heimischen Fischen gibt es deshalb keine allgemeingültige Empfehlung für jeden Gartenteich. Was für einen größeren, tiefen und gut strukturierten Teich passt, kann für einen kleinen oder flachen Teich bereits ungeeignet sein. Bei der Auswahl kommt es darauf an, die jeweiligen Ansprüche der Fischart mit den Bedingungen im Teich zusammenzubringen.

Friedfische im Gartenteich

Als Friedfische werden Fische bezeichnet, die sich überwiegend von pflanzlicher Nahrung, Plankton und kleinen Tieren ernähren. Einige heimische Biotopfische gehören dazu, zum Beispiel Moderlieschen, Bitterling und Gründling.

Die Nahrung unterscheidet sich dabei je nach Fischart. In einem naturnahen Teich finden die Fische einen großen Teil ihrer Nahrung selbst. Dazu gehören unter anderem Kleinkrebse, Insektenlarven, Würmer und andere kleine Wasserorganismen.

Die passenden Fische für den eigenen Teich

Heimische Biotopfische können einen naturnahen Teich bereichern. Entscheidend ist aber, dass Fischart, Teich und vorhandene Lebensbedingungen zusammenpassen. Wer Fische einsetzen möchte, sollte deshalb vorher prüfen, welche Art zum eigenen Teich passt und ob ausreichend Lebensraum und Nahrung vorhanden sind.

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