Wer einen Naturteich besitzt, trägt damit zum Naturschutz bei und wünscht sich eine artenreiche Besiedelung. Sehr oft werden Teichpumpen für Naturteiche falsch ausgewählt und gefährden damit die Teichbewohner. Auch die Förderleistung der Teichpumpe im naturnahen Teich sollte richtig gewählt werden. Tipps und Infos zur richtigen Pumpe für den Naturteich.

Welche Pumpe für den Naturteich?
Um die Pumpe für Lebewesen im Teich sicher zu machen, kann die Pumpe mit einem Siebrohr oder Filterrohr verbunden werden. Anstatt über das Filtergehäuse wird das Wasser über das Filtersiebrohr angesaugt. Durch die vergrößerte Zulauffläche reduziert sich die Ansaugströmung und verhindert, dass Kleinlebewesen von der Pumpe angesaugt werden. Teichmolche gelangen durch die kleinen Öffnungen nicht mehr ins Förderrad der Teichpumpe im Naturteich.

Teichpumpen im Naturteich
Viele naturnahe Teiche sind abwechslungsreich bepflanzt und sorgen so ohne Pumpe und Teichfilter für eine gesunde Teichbiologie . Wird zusätzlich ein Filtergraben oder Bachlauf betrieben, ist auch im Naturteich eine Teichpumpe notwendig. Viele Teichpumpen eignen sich aufgrund ihrer Bauweise aber nur bedingt für das naturnahe Gewässer. Zu große, aber auch zu kleine Öffnungen am Pumpenkorb sind für Teichbewohner wie Teichmolche, Libellenlarven und Kaulquappen, sehr häufig tödliche Fallen. Auch benötigen Naturteiche eine niedrigere Wasserumwälzung wie z.B. Fischteiche.

Gefahren für Lebewesen
Kleintiere wie Molche und Wasserinsekten gelangen durch zu große Öffnungen in das Pumpengehäuse, werden von der Pumpe angesaugt und durch das Flügelrad in Stücke gehackt. Kleinere Wasserinsekten, die das Überstehen, verenden meist an den erlittenen Verletzungen. Zu kleine Öffnungen in Pumpengehäusen (Löcher, Schlitze) führen dazu, dass Insekten und Molche mit Körperteilen in die engen Öffnungen gelangen. Durch den Sog der Teichpumpe können sich die Tiere nicht mehr befreien und verenden. Bei  Wartungen von Teichpumpen in Naturteichen finden wir immer wieder Molche, die mit den Hinterfüßen stecken geblieben sind. Dies passiert vor allem bei Pumpen mit starker Förderleistung.

Benötigte Wasserumwälzung im Naturteich
Anders als Fischteiche mit einer Filteranlage braucht ein Naturteich weniger Wasserumwälzung. In Fischteichen sollte das Teichwasser einmal pro Stunde komplett umgewälzt werden. Bei einem Teichvolumen von 20.000 Litern wird hier eine Teichpumpe mit einer Förderleistung von 20.000 l/h benötigt. Damit in naturnahen Teichen die biologische Selbstreinigung funktioniert, ist eine deutlich geringere Umwälzung erforderlich. Eine Umwälzung des gesamten Inhaltes ein bis zweimal am Tag ist völlig ausreichend. Bei einem Wasservolumen von 20.000 l ist im Naturteich eine Teichpumpe mit einer Förderleistung von ~ 1.000 l/h bzw. 2.000 l/h ausreichend.