Pumpenkennlinie Teichpumpe - Förderhöhe und Förderleistung

Auf einer Teichpumpe findet sich meist eine Angabe wie 10.000, 15.000 oder 20.000 Liter pro Stunde. Diese Zahl wird schnell mit der Wassermenge gleichgesetzt, die später am Teichfilter, Bachlauf oder Wasserfall zur Verfügung steht. Tatsächlich beschreibt sie jedoch nur die maximale Förderleistung unter bestimmten Bedingungen.

Sobald eine Teichpumpe das Wasser auf eine bestimmte Höhe fördern muss, nimmt die mögliche Fördermenge ab. Zusätzlich entstehen in der Leitung Verluste, beispielsweise durch Reibung im Schlauch, Bögen oder angeschlossene Bauteile. Die Wassermenge, die am Ende tatsächlich ankommt, kann deshalb deutlich unter der Angabe auf der Pumpe liegen.

Wie sich die Förderleistung mit zunehmender Förderhöhe verändert, zeigt die Pumpenkennlinie.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Förderleistung: Die Angabe in l/h beschreibt nicht automatisch die Wassermenge, die später am Teich ankommt.
  • Förderhöhe: Je höher das Wasser gefördert werden muss, desto geringer wird die mögliche Fördermenge.
  • Pumpenkennlinie: Sie zeigt, welche Fördermenge bei einer bestimmten Förderhöhe noch erreicht wird.
  • Leitungsverluste: Schlauchlänge, Durchmesser, Bögen und angeschlossene Bauteile können die tatsächliche Fördermenge zusätzlich verringern.
  • Für die Planung entscheidend: Nicht die maximale Förderleistung, sondern die Fördermenge bei der tatsächlich benötigten Förderhöhe.

Was ist eine Pumpenkennlinie?

Die Pumpenkennlinie beschreibt den Zusammenhang zwischen der Fördermenge und der Förderhöhe einer Teichpumpe.

Die Fördermenge wird bei Teichpumpen üblicherweise in Litern pro Stunde (l/h) angegeben. Sie beschreibt, wie viel Wasser die Pumpe innerhalb einer Stunde fördern kann. Die Förderhöhe wird in Metern angegeben und beschreibt den Höhenunterschied, den das Wasser vom Standort der Pumpe bis zum Auslauf überwinden muss.

Beide Werte gehören zusammen. Je höher das Wasser gefördert werden muss, desto weniger Wasser kann die Pumpe normalerweise gleichzeitig fördern. Genau diesen Zusammenhang stellt die Pumpenkennlinie dar.

So lässt sich eine Pumpenkennlinie lesen

Eine Pumpenkennlinie wird normalerweise als abfallende Kurve in einem Diagramm dargestellt. Auf einer Achse steht die Fördermenge in Litern pro Stunde (l/h), auf der anderen die Förderhöhe in Metern.

Zur Veranschaulichung kann eine beispielhafte Kennlinie etwa folgende Werte zeigen:

Förderhöhe
Förderleistung
5 m
0 l/h
4 m
1.500 l/h
3 m
4.000 l/h
2 m
6.000 l/h
1 m
8.000 l/h
0 m
10.000 l/h
0 5.000 10.000 l/h

Die Werte in diesem Beispiel dienen nur zur Veranschaulichung und beziehen sich nicht auf eine bestimmte Teichpumpe.

Bei einer Förderhöhe von 1 Meter würde die Pumpe in diesem Beispiel noch etwa 8.000 l/h fördern. Bei 2 Metern wären es nur noch etwa 6.000 l/h. Die Angabe von 10.000 l/h beschreibt dagegen die maximale Förderleistung bei sehr geringer Förderhöhe.

Für die Beurteilung einer Teichpumpe ist deshalb nicht nur die maximale Förderleistung interessant. Entscheidend ist vor allem, welche Fördermenge bei der Höhe erreicht wird, die im jeweiligen Teich tatsächlich überwunden werden muss.

› Pumpenkennlinie richtig ablesen

Teichpumpe Pumpenkennlinie

Bei einer benötigten Förderhöhe von 1 Meter wird auf der Kennlinie der Schnittpunkt bei etwa 8.000 l/h erreicht. Die Pumpe fördert unter diesen Bedingungen also nicht mehr die maximal möglichen 10.000 l/h, sondern nur noch etwa 8.000 l/h.

Was bedeutet die Förderhöhe?

Bei einer Teichpumpe beschreibt die Förderhöhe den Höhenunterschied zwischen dem Wasserspiegel am Standort der Pumpe und dem Punkt, an dem das Wasser wieder austritt.

Liegt beispielsweise der Auslauf eines Wasserfalls etwa 1 Meter über dem Wasserspiegel des Teiches, muss die Pumpe das Wasser ungefähr 1 Meter hoch fördern.

Für die Förderhöhe ist entscheidend, wie hoch das Wasser vom Wasserspiegel bis zum Auslauf gefördert werden muss. Die Länge des Schlauchs spielt dabei keine Rolle für den Höhenunterschied, beeinflusst aber die tatsächliche Fördermenge durch Reibungsverluste.

Auch Bögen, Anschlüsse und andere Bauteile können den Wasserfluss zusätzlich bremsen.

Warum die Pumpenkennlinie bei einem Teich wichtig ist

Bei einem Wasserfall von etwa 1 Meter Höhe könnte eine Pumpe mit einer maximalen Förderleistung von 10.000 l/h nach der beispielhaften Kennlinie bei 1 Meter Förderhöhe noch etwa 8.000 l/h erreichen. Für die Planung des Wasserfalls ist diese Angabe wesentlich aussagekräftiger als die maximalen 10.000 l/h.

In der Praxis kann die tatsächlich ankommende Wassermenge anschließend noch etwas geringer ausfallen, weil zusätzlich der Widerstand der Schlauchleitung und der angeschlossenen Bauteile berücksichtigt werden muss.

Bei einem Bachlauf kommt neben der Förderhöhe noch die gewünschte Wassermenge hinzu. Ein schmaler Bachlauf benötigt in der Regel weniger Wasser als ein breiter Bachlauf. Wie viel Wasser tatsächlich benötigt wird, hängt jedoch nicht allein von der Breite ab. Auch die Gestaltung, das Gefälle und die gewünschte Wasserführung spielen eine Rolle.

Wenn beispielsweise am Beginn eines Bachlaufs eine Fördermenge von 12.000 l/h benötigt wird und dieser Punkt 1,5 Meter über dem Wasserspiegel des Teiches liegt, muss die ausgewählte Pumpe diese Fördermenge auch bei 1,5 Metern Förderhöhe noch erreichen können.

Die maximale Förderleistung ist nur ein Teil der Kennlinie

Die maximale Förderleistung ist nur ein einzelner Wert innerhalb der gesamten Pumpenkennlinie.

Eine Teichpumpe mit einer angegebenen Leistung von 15.000 l/h kann bei einer höheren Förderhöhe deutlich weniger Wasser fördern. Mit zunehmender Höhe sinkt die mögliche Fördermenge immer weiter.

Bei der maximalen Förderhöhe ist die Fördermenge praktisch null.

Für die Planung einer Teichanlage ist deshalb vor allem der Bereich der Kennlinie interessant, in dem die benötigte Fördermenge bei der vorhandenen Förderhöhe noch erreicht wird.

Leitungsverluste durch Schlauch, Rohrleitung und Filter

Die Pumpenkennlinie beschreibt zunächst die Leistung der Pumpe. Im eingebauten Teichsystem kommt jedoch noch der Widerstand der gesamten Wasserführung hinzu.

Das Wasser muss beispielsweise durch einen Schlauch oder eine Rohrleitung zum Filter, Bachlauf oder Wasserfall gelangen. Dabei entstehen Reibungsverluste. Ein kleiner Schlauch bietet dem Wasser dabei einen höheren Widerstand als eine ausreichend dimensionierte Leitung.

Auch lange Leitungen, viele Bögen und zusätzliche Anschlüsse können die Fördermenge reduzieren. Bei einem Filtersystem kommen außerdem der Widerstand des Filters, eines UV-Gerätes oder weiterer angeschlossener Bauteile hinzu.

Die Pumpenkennlinie selbst verändert sich dadurch nicht. Die tatsächlich erreichbare Fördermenge im eingebauten System kann aber geringer sein als der Wert, den man allein anhand der Pumpenkennlinie erwarten würde.

Was bedeutet der Betriebspunkt?

Der Begriff Betriebspunkt klingt zunächst etwas technisch. Gemeint ist damit ganz einfach der Zustand, in dem die Pumpe unter den tatsächlich vorhandenen Bedingungen arbeitet.

Die Pumpe besitzt ihre Pumpenkennlinie. Gleichzeitig erzeugt die angeschlossene Leitung mit ihren Höhenunterschieden, Rohrlängen, Bögen und Bauteilen einen bestimmten Widerstand. Aus dem Zusammenspiel dieser beiden Faktoren ergibt sich die tatsächlich geförderte Wassermenge.

Der Betriebspunkt beschreibt also, welche Fördermenge die Pumpe unter den konkreten Bedingungen des jeweiligen Teichsystems tatsächlich erreicht.

Teichpumpen anhand der Pumpenkennlinie vergleichen

Zwei Teichpumpen können auf dem Typenschild eine ähnliche maximale Förderleistung aufweisen und sich bei größeren Förderhöhen trotzdem deutlich unterscheiden.

Eine Pumpe kann ihre Förderleistung bei zunehmender Höhe besser halten, während eine andere stärker abfällt. Für einen Teich mit einem erhöhten Bachlauf, einem Wasserfall oder einem höher gelegenen Filter kann dieser Unterschied entscheidend sein.

Beim Vergleich von Teichpumpen lohnt sich deshalb ein Blick auf die gesamte Pumpenkennlinie und nicht nur auf die höchste angegebene Fördermenge.

Interessant ist vor allem die Fördermenge, die bei der im eigenen Teich tatsächlich vorhandenen Förderhöhe zur Verfügung steht.

Pumpenkennlinie richtig lesen

Die maximale Förderleistung einer Teichpumpe sagt allein noch nicht aus, wie viel Wasser am Ende tatsächlich zur Verfügung steht. Entscheidend ist, welche Fördermenge die Pumpe bei der benötigten Förderhöhe noch erreicht.

Je höher das Wasser gefördert werden muss, desto geringer wird die mögliche Fördermenge. Zusätzlich können Schlauchleitungen, Bögen, Filter und weitere Bauteile den Wasserfluss bremsen.

Für die Planung eines Bachlaufs, Wasserfalls oder höher gelegenen Filters ist deshalb die gesamte Pumpenkennlinie aussagekräftiger als die Angabe der maximalen Förderleistung.

Entscheidend ist nicht, was auf dem Typenschild als maximale Förderleistung steht, sondern was die Teichpumpe unter den tatsächlichen Bedingungen des Teiches noch fördern kann.
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