GH-Wert im Teich: Was die Gesamthärte bedeutet

Der GH-Wert im Teich gibt einen Hinweis darauf, wie hart das Wasser durch die darin gelösten Mineralstoffe ist. Dabei spielen Calcium und Magnesium eine wichtige Rolle, denn beide Stoffe werden von Fischen und anderen Wasserorganismen benötigt.

Einen einzigen Wert, der für jeden Teich gleichermaßen perfekt ist, gibt es allerdings nicht. Ein naturnaher Gartenteich mit wenig Fischbesatz hat andere Voraussetzungen als ein stark besetzter Fisch- oder Koiteich. Auch das verwendete Ausgangswasser sowie Boden, Gesteine und andere mineralische Materialien im Teich können die Wasserhärte beeinflussen

Deshalb lohnt es sich, die Gesamthärte nicht isoliert zu betrachten. GH, KH und pH-Wert hängen zwar zusammen, beschreiben aber unterschiedliche Eigenschaften des Teichwassers.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der GH-Wert beschreibt die Gesamthärte des Teichwassers und wird vor allem durch gelöstes Calcium und Magnesium bestimmt.
  • Die Gesamthärte wird in °dGH angegeben.
  • Für viele Gartenteiche kann ein Bereich von etwa 6 bis 16 °dGH als grobe Orientierung dienen. Einen allgemein gültigen Idealwert gibt es jedoch nicht.
  • Ob eine bestimmte Wasserhärte sinnvoll ist, hängt unter anderem von Teichtyp, Fischbesatz, Ausgangswasser und Untergrund ab.
  • Eine niedrige GH ist nicht automatisch problematisch und muss nicht grundsätzlich angehoben werden.
  • GH und KH sind nicht dasselbe: Die GH beschreibt vor allem Calcium und Magnesium, während die KH beziehungsweise Alkalinität für die Pufferung des pH-Wertes eine wichtige Rolle spielt.
  • Wenn die Gesamthärte tatsächlich zu niedrig oder sehr hoch ist, sollte man zunächst GH und KH gemeinsam betrachten, bevor man das Teichwasser verändert.
GH-Wert im Teich - Gesamthärte des Teichwassers
Die Gesamthärte des Teichwassers wird vor allem durch gelöste Calcium- und Magnesiumverbindungen bestimmt.

Was bedeutet Gesamthärte?

Die Gesamthärte, kurz GH, beschreibt den Gehalt bestimmter gelöster Mineralstoffe im Wasser. Im Teich spielen dabei vor allem Calcium und Magnesium eine Rolle. Je mehr dieser Mineralstoffe im Wasser vorhanden sind, desto höher ist die Wasserhärte.

Die GH wird in Deutschland meist in Grad deutscher Härte (°dGH) angegeben. Wie hoch sie im Teich ausfällt, hängt unter anderem vom verwendeten Ausgangswasser, vom Untergrund und von den Gesteinen oder mineralischen Materialien im Teich ab.

› Was steckt hinter dem GH-Wert?

Calcium und Magnesium gelangen auf unterschiedlichen Wegen in das Teichwasser. Sie können bereits im Ausgangswasser enthalten sein und auch aus mineralischen Bestandteilen des Bodens oder der Umgebung freigesetzt werden. Je nach Standort und verwendeten Materialien kann die Gesamthärte deshalb von Teich zu Teich deutlich unterschiedlich ausfallen.

Vor allem Calcium ist für Fische und andere Wasserorganismen ein wichtiger Mineralstoff. Eine hohe Wasserhärte ist deshalb aber nicht automatisch besser. Entscheidend ist vielmehr, ob die vorhandene Mineralstoffversorgung zum jeweiligen Teich und seinem Besatz passt.

Die Gesamthärte sollte außerdem nicht isoliert betrachtet werden. Für die Beurteilung der wichtigsten Wasserwerte lohnt sich auch ein Blick auf die Wasserwerte im Teich, insbesondere auf KH und pH-Wert.

› Was misst ein GH-Test?

Mit einem GH-Test lässt sich die Gesamthärte des Teichwassers einfach bestimmen. Bei den üblichen Tröpfchentests wird eine Wasserprobe so lange mit einer Testlösung versetzt, bis sich die Farbe verändert. Die Anzahl der benötigten Tropfen lässt sich anschließend in °dGH umrechnen.

Gemessen wird dabei die Gesamthärte und damit vor allem der Anteil an Calcium und Magnesium. Für die Beurteilung des Teichwassers ist es sinnvoll, die GH nicht allein zu betrachten, sondern sie zusammen mit anderen wichtigen Wasserwerten zu überprüfen.

Welche Bedeutung hat der GH-Wert im Teich?

Calcium und Magnesium sind für viele Vorgänge im Teich von Bedeutung. Calcium wird beispielsweise von Fischen und anderen Wasserorganismen benötigt, während Magnesium unter anderem für Pflanzen eine wichtige Rolle spielt. Der GH-Wert gibt damit einen Hinweis auf die mineralische Zusammensetzung des Teichwassers.

Für die Beurteilung der Wasserqualität reicht die Gesamthärte allein jedoch nicht aus. Auch pH-Wert, KH beziehungsweise Alkalinität, Sauerstoffgehalt und Nährstoffsituation spielen eine wichtige Rolle und sollten je nach Teichtyp gemeinsam betrachtet werden.

Gerade bei Problemen mit dem pH-Wert sollte deshalb nicht vorschnell die GH verändert werden. Einen besseren Überblick über die Zusammenhänge bietet unser Beitrag zu den Wasserwerten im Teich.

Welcher GH-Wert im Teich sinnvoll ist?

Für viele Gartenteiche kann eine Gesamthärte von etwa 6 bis 16 °dGH als grobe Orientierung dienen. Dieser Bereich ist jedoch kein allgemeingültiger Idealwert, an dem sich jeder Teich zwingend orientieren muss.

Ein naturnaher Teich ohne oder mit wenig Fischbesatz kann auch mit einer niedrigeren GH problemlos funktionieren. In einem Fisch- oder Koiteich können dagegen andere Anforderungen an die Wasserqualität bestehen. Entscheidend sind deshalb immer Teichtyp, Besatz, Ausgangswasser und die übrigen Wasserwerte.

Auch eine deutlich höhere Gesamthärte bedeutet nicht automatisch, dass das Teichwasser problematisch ist. Viele typische Teichfische kommen mit hartem Wasser gut zurecht. Bevor die Wasserhärte verändert wird, sollte deshalb zunächst geklärt werden, ob überhaupt ein konkreter Grund dafür besteht.

Wenn die GH zu niedrig ist

Eine niedrige Gesamthärte bedeutet zunächst einmal, dass relativ wenig Calcium und Magnesium im Teichwasser gelöst sind. Das kann beispielsweise bei sehr weichem Ausgangswasser, einem mineralarmen Untergrund oder nach häufigen Wasserwechseln mit weichem beziehungsweise aufbereitetem Wasser vorkommen.

Eine niedrige GH ist jedoch nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, ob der Teich und sein Besatz mit dieser Wasserzusammensetzung gut zurechtkommen und ob gleichzeitig andere Wasserwerte unauffällig sind. Erst wenn sich daraus tatsächlich ein Handlungsbedarf ergibt, sollte die Gesamthärte gezielt verändert werden.

› Wann ist weiches Wasser problematisch?

Sehr weiches Wasser kann dann problematisch werden, wenn dem Teich dauerhaft nur geringe Mengen an Calcium und Magnesium zur Verfügung stehen. Das betrifft vor allem Teiche mit einem entsprechenden Fisch- oder Pflanzenbesatz, bei denen eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen wichtig ist.

Ob eine niedrige GH tatsächlich angepasst werden sollte, lässt sich deshalb nicht allein anhand einer Zahl entscheiden. GH und KH sollten gemeinsam betrachtet werden, ebenso wie pH-Wert und Besatz. Die KH beschreibt dabei nicht die Gesamthärte, sondern die Pufferkapazität des Wassers und ist damit für die Stabilität des pH-Wertes besonders wichtig. Mehr dazu erklären wir im Beitrag zum KH-Wert im Teich.

Die Gesamthärte erhöhen

Ist der GH-Wert im Teich tatsächlich zu niedrig und besteht ein konkreter Grund für eine Anpassung, lässt sich die Gesamthärte gezielt erhöhen. Welches Verfahren dafür geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie niedrig GH und KH sind und welche Wasserwerte bereits vorliegen.

Eine Aufhärtung sollte deshalb nicht nach einem pauschalen Rezept erfolgen. Zunächst ist es sinnvoll, GH und KH zu messen und anschließend das Verfahren auszuwählen, das zur vorhandenen Wasserzusammensetzung und zum jeweiligen Teich passt.

› Teichwasser gezielt aufhärten

Für die gezielte Aufhärtung des Teichwassers gibt es spezielle Mineralpräparate, die Calcium und Magnesium beziehungsweise entsprechende Mineralsalze zuführen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von der Ausgangssituation ab.

Sind sowohl GH als auch KH niedrig, können beispielsweise kalkhaltige Materialien eingesetzt werden, die die Gesamthärte und gleichzeitig die Pufferkapazität des Wassers beeinflussen. Ist die KH dagegen bereits ausreichend, während die GH niedrig ist, kann ein calciumhaltiger Stoff wie Gips beziehungsweise Calciumsulfat eine Möglichkeit sein, die Gesamthärte zu erhöhen, ohne die KH in gleicher Weise anzuheben.

Eine allgemeingültige Dosierung lässt sich dafür nicht angeben. Sie hängt unter anderem vom tatsächlichen Teichvolumen, der Ausgangshärte und dem verwendeten Produkt ab. Nach einer Aufhärtung sollte die GH erneut gemessen werden, bevor gegebenenfalls weiter nachdosiert wird.

› GH-Wert im Teich mit Hausmitteln erhöhen

Wer den GH-Wert im Teich mit einfachen Hausmitteln erhöhen möchte, stößt häufig auf kalkhaltige Materialien wie Muschelgrit, Austernschalen oder kalkhaltiges Gestein. Solche Materialien können Calcium und andere Mineralstoffe an das Wasser abgeben und damit langfristig zur Erhöhung der Gesamthärte beitragen.

Allerdings lässt sich damit nur schwer vorhersagen, wie schnell und wie stark die GH tatsächlich ansteigt. Die Wirkung hängt unter anderem von der Beschaffenheit des Materials und von der Wasserchemie ab. Für eine gezielte Aufhärtung sind deshalb geeignete Mineralpräparate meist besser kontrollierbar.

Von der Zugabe irgendwelcher Salze oder Hausmittel ohne Kenntnis der Wasserwerte ist dagegen abzuraten. Wer die Wasserhärte verändern möchte, sollte zunächst GH und KH messen und anschließend gezielt vorgehen.

› GH erhöhen, ohne KH stark zu verändern

Wenn die GH niedrig ist, die KH aber bereits ausreichend ausfällt, sollte die Aufhärtung möglichst gezielt erfolgen. Kalkhaltige Materialien sind in diesem Fall nicht immer die beste Wahl, weil sie neben Calcium und Magnesium auch die Karbonathärte beziehungsweise Alkalinität beeinflussen können.

Eine Möglichkeit kann dann die Zugabe eines geeigneten calciumhaltigen Mineralsalzes wie Calciumsulfat sein. Damit lässt sich die Gesamthärte erhöhen, ohne die KH in gleicher Weise anzuheben. Entscheidend ist jedoch immer die konkrete Wasserzusammensetzung, weshalb GH und KH vor und nach der Behandlung kontrolliert werden sollten.

Wenn die Gesamthärte sehr hoch ist

Ein hoher GH-Wert im Teich ist zunächst kein Grund zur Sorge. Je nach Ausgangswasser und geologischen Gegebenheiten kann ein Teich von Natur aus hartes Wasser aufweisen, ohne dass dies für die typischen Teichbewohner problematisch sein muss.

Auch bei einer hohen Gesamthärte sollte deshalb nicht allein aufgrund des Messwertes eingegriffen werden. Entscheidend ist, ob es einen konkreten Grund gibt, die Wasserhärte zu verändern, und wie die übrigen Wasserwerte sowie der Besatz aussehen.

› Wie kann man die Wasserhärte im Teich senken?

Eine sehr hohe Gesamthärte muss nicht grundsätzlich gesenkt werden. Wenn es dafür jedoch einen konkreten Grund gibt, lässt sich die Wasserhärte vor allem durch einen langsamen Austausch mit tatsächlich weicherem Wasser reduzieren. Dabei sollte immer berücksichtigt werden, dass das neue Wasser für den jeweiligen Teich und seinen Besatz geeignet ist.

Regenwasser kann beispielsweise deutlich weicher sein als hartes Leitungswasser. Es ist aber nicht automatisch die beste Wahl, da seine Zusammensetzung stark von den örtlichen Bedingungen und der Art der Sammlung abhängt. Auch bei einer Absenkung der GH gilt deshalb: keine schnellen Veränderungen, sondern schrittweise vorgehen und die Wasserwerte kontrollieren.

› Hohe GH und hohe KH sind nicht dasselbe

Eine hohe Gesamthärte und eine hohe Karbonathärte können gemeinsam auftreten, müssen es aber nicht. Die GH beschreibt vor allem den Gehalt an Calcium und Magnesium, während die KH beziehungsweise Alkalinität etwas über die Fähigkeit des Wassers aussagt, Säuren abzufangen und dadurch den pH-Wert zu puffern.

Deshalb lässt sich aus einer hohen GH nicht automatisch auf eine hohe KH schließen. Beide Werte sollten getrennt gemessen und beurteilt werden, wenn die Wasserchemie eines Teiches genauer eingeschätzt werden soll.

GH und KH - wo liegt der Unterschied?

GH und KH werden bei der Beurteilung von Teichwasser häufig gemeinsam genannt, beschreiben aber unterschiedliche Eigenschaften. Wer die Wasserwerte seines Teiches richtig einordnen möchte, sollte deshalb wissen, welche Aussage hinter den beiden Messwerten steckt.

Während die Gesamthärte vor allem durch Calcium und Magnesium bestimmt wird, beschreibt die KH beziehungsweise Alkalinität die Pufferkapazität des Wassers. Beide Werte können sich gegenseitig beeinflussen, sind aber nicht dasselbe. Die Unterschiede zwischen beiden Wasserwerten werden bei der Karbonathärte im Teich genauer erklärt.

› GH ist nicht KH

Die Gesamthärte (GH) beschreibt vor allem die Menge an gelöstem Calcium und Magnesium im Wasser. Die KH beziehungsweise Alkalinität beschreibt dagegen die Fähigkeit des Wassers, Säuren abzufangen und dadurch den pH-Wert zu puffern.

Beide Werte können im Teich unterschiedlich ausfallen. Ein Wasser kann beispielsweise eine niedrige GH, aber trotzdem eine ausreichende KH aufweisen. GH und KH sollten deshalb immer getrennt gemessen und beurteilt werden. Welche Rolle der pH-Wert dabei spielt, zeigt der Beitrag zum pH-Wert im Teich.

› Warum spielt die KH beim pH-Wert eine Rolle?

Die KH beziehungsweise Alkalinität wirkt im Teich als Puffer gegen Säuren. Dadurch kann sie dazu beitragen, dass der pH-Wert weniger stark schwankt. Besonders in Teichen mit geringer Pufferkapazität können Veränderungen im Tagesverlauf oder durch biologische Prozesse deutlicher ausfallen.

Die GH übernimmt diese Pufferfunktion nicht. Auch wenn beide Wasserwerte häufig gemeinsam betrachtet werden, haben sie unterschiedliche Aufgaben. Für die Beurteilung des pH-Wertes im Teich ist deshalb vor allem die KH beziehungsweise Alkalinität relevant.

Die Gesamthärte messen

Die Gesamthärte lässt sich mit Wassertests als Messtreifen oder Tröpfchentest bestimmen. Messtreifen sind besonders praktisch, wenn mehrere Wasserwerte schnell kontrolliert werden sollen. Für eine genauere Bestimmung der GH sind Tröpfchentests in der Regel die bessere Wahl.

Bei einem Tröpfchentest wird eine definierte Menge Teichwasser mit einer Testlösung versetzt, bis sich die Farbe der Probe verändert. Aus der Anzahl der benötigten Tropfen lässt sich anschließend die GH in °dGH ablesen.

Unabhängig von der verwendeten Testmethode ist es sinnvoll, die Gesamthärte regelmäßig unter vergleichbaren Bedingungen zu messen und die Ergebnisse gemeinsam mit den anderen relevanten Wasserwerten im Teich zu betrachten.

› Wann sollte man die GH messen?

Die Gesamthärte muss nicht ständig kontrolliert werden. Sinnvoll ist eine Messung vor allem dann, wenn sich die Wasserzusammensetzung verändert oder der GH-Wert im Teich gezielt angepasst werden soll. Auch nach größeren Wasserwechseln oder bei Veränderungen im Teich kann eine Kontrolle sinnvoll sein.

Wer die GH regelmäßig misst, sollte möglichst unter vergleichbaren Bedingungen testen. So lassen sich Veränderungen besser erkennen und von normalen Schwankungen unterscheiden.

Die Wasserhärte bei verschiedenen Teichtypen

Wie sinnvoll ein bestimmter GH-Wert ist, hängt auch davon ab, wie der Teich genutzt wird. Ein naturnaher Gartenteich ohne größeren Fischbesatz hat andere Anforderungen als ein Fischteich oder ein Koiteich. Deshalb sollte die Wasserhärte immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Teichtyp betrachtet werden.

› Naturnaher Gartenteich

In einem naturnahen Gartenteich ohne oder mit wenig Fischbesatz muss die Gesamthärte meist nicht auf einen bestimmten Zielwert eingestellt werden. Wenn die Wasserhärte zum Standort und zum natürlichen Umfeld des Teiches passt, besteht in der Regel kein Grund, sie vorsorglich zu verändern.

Gerade bei einem solchen Teich ist es sinnvoll, die natürliche Entwicklung des Wasserhaushalts zu berücksichtigen, anstatt einzelne Messwerte isoliert zu optimieren. Eine niedrige GH kann dabei durchaus mit einem stabilen und funktionierenden Teichsystem einhergehen.

› Fischteich

In einem Fischteich spielt die Zusammensetzung des Wassers eine größere Rolle, weil der Besatz dauerhaft auf geeignete Wasserbedingungen angewiesen ist. Calcium und Magnesium sind wichtige Mineralstoffe, die Gesamthärte allein sagt jedoch noch nichts über die gesamte Wasserqualität aus.

Neben der GH sollten deshalb insbesondere KH beziehungsweise Alkalinität, pH-Wert und Sauerstoffgehalt im Blick bleiben. Erst das Zusammenspiel dieser Werte ermöglicht eine sinnvolle Beurteilung der Wasserbedingungen.

› Koiteich

Koi kommen mit unterschiedlichen Wasserhärten zurecht und können auch in härterem Wasser erfolgreich gehalten werden. Eine hohe GH ist deshalb allein kein Grund, die Wasserhärte zu senken.

Bei einem Koiteich sollte vielmehr das gesamte Zusammenspiel der Wasserwerte betrachtet werden. Neben GH und KH sind insbesondere pH-Wert, Sauerstoffgehalt und die Nährstoffsituation relevant. Erst wenn tatsächlich ein Problem besteht, sollte die Wasserhärte gezielt verändert werden.

Der passende GH-Wert im Teich

Der GH-Wert beschreibt die Gesamthärte des Teichwassers und damit vor allem den Gehalt an Calcium und Magnesium. Für viele Gartenteiche kann ein Bereich von etwa 6 bis 16 °dGH als grobe Orientierung dienen, einen allgemein gültigen Idealwert gibt es jedoch nicht.

Eine niedrige oder hohe GH ist deshalb nicht automatisch ein Problem. Entscheidend sind der Teichtyp, der Besatz, das Ausgangswasser und die übrigen Wasserwerte. GH und KH sollten getrennt betrachtet werden, denn während die Gesamthärte vor allem die Mineralstoffversorgung beschreibt, ist die KH beziehungsweise Alkalinität für die Pufferung des pH-Wertes von Bedeutung.

Wer die Wasserhärte im Teich verändern möchte, sollte deshalb nicht nur auf einen einzelnen Messwert reagieren. Eine gezielte Anpassung ist dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Grund dafür besteht und die Wasserwerte des Teiches insgesamt berücksichtigt werden.

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