Wasserschichtung im Teich

Die Wasserschichtung im Teich entsteht durch unterschiedliche Wassertemperaturen und damit verbundene Dichteunterschiede. Vor allem im Sommer kann sich das Wasser in mehrere Schichten aufteilen, die sich nur noch wenig miteinander vermischen. Dadurch können sich auch Sauerstoffgehalt und Wasserqualität in den einzelnen Bereichen deutlich unterscheiden.

Im Winter entsteht durch die besondere Dichte des Wassers bei etwa 4 °C eine andere Form der Schichtung. Die Auswirkungen auf Fische, Pflanzen und die Sauerstoffversorgung unterscheiden sich dabei deutlich von der sommerlichen Schichtung.

Was ist eine Wasserschichtung?

Von einer Wasserschichtung spricht man, wenn sich in einem Teich Wasserschichten mit unterschiedlichen Temperaturen bilden, die sich nur noch wenig miteinander vermischen. Ursache dafür sind die temperaturabhängigen Dichteunterschiede des Wassers.

Im Sommer erwärmt sich das Wasser an der Oberfläche stärker als in tieferen Bereichen. Das warme Oberflächenwasser ist leichter und bleibt deshalb über dem kälteren, dichteren Wasser. Die obere, warme Wasserschicht (Epilimnion) geht in eine Übergangszone (Metalimnion), die sogenannte Sprungschicht, über. Darunter befindet sich die kältere Tiefenwasserschicht (Hypolimnion).

Wie deutlich die einzelnen Schichten ausgeprägt sind, hängt unter anderem von der Teichtiefe, der Wassertemperatur, der Sonneneinstrahlung und der Bewegung des Wassers ab.

Eine solche stabile Schichtung kann dazu führen, dass sich die Eigenschaften des Wassers mit zunehmender Tiefe deutlich verändern. Besonders der Sauerstoffgehalt kann in den tieferen Bereichen stark abnehmen, wenn dort Sauerstoff verbraucht wird und gleichzeitig nur wenig sauerstoffreiches Wasser nachgeliefert wird.

- Sommerliche Wasserschichtung

Im Hochsommer erwärmt sich das Wasser an der Oberfläche stärker als in tieferen Bereichen. Dadurch kann sich eine stabile Wasserschichtung entwickeln, bei der sich das warme Oberflächenwasser nur noch wenig mit dem kälteren Tiefenwasser vermischt.

Während das Oberflächenwasser durch den Kontakt mit der Luft und die Photosynthese der Wasserpflanzen und Algen mit Sauerstoff angereichert werden kann, wird im Tiefenwasser kontinuierlich Sauerstoff verbraucht. Dort kann der Sauerstoffgehalt deshalb mit zunehmender Dauer der Schichtung deutlich abnehmen.

Wird die stabile Schichtung beispielsweise durch starke Abkühlung oder eine intensive Durchmischung aufgelöst, gelangt sauerstoffarmes Tiefenwasser in höhere Wasserschichten. Dadurch kann der Sauerstoffgehalt im gesamten Teich vorübergehend deutlich zurückgehen. Auch eine Teichpumpe oder ein Belüfter kann die natürliche Schichtung beeinflussen und für eine stärkere Durchmischung sorgen.

- Winterliche Wasserschichtung

Im Winter kühlt das Wasser an der Oberfläche ab. Bei etwa 4 °C besitzt Wasser seine höchste Dichte und sinkt deshalb nach unten. Kühlt das Oberflächenwasser weiter ab, wird es wieder leichter und bleibt über dem dichteren Wasser. Dadurch kann sich unter einer kalten Oberflächenschicht wärmeres Wasser mit Temperaturen um 4 °C befinden.

Bei länger anhaltendem Frost kann sich an der Oberfläche eine Eisschicht bilden, während das Wasser darunter flüssig bleibt. Die winterliche Wasserschichtung kann dadurch dazu beitragen, dass der Teich nicht bis zum Grund durchfriert.

Auch im Winter ist der Sauerstoffgehalt des Wassers wichtig. Unter einer geschlossenen Eisdecke kann das Wasser kaum noch Sauerstoff aus der Luft aufnehmen. Gleichzeitig verbrauchen Fische, Mikroorganismen und andere Lebewesen weiterhin Sauerstoff. In flachen oder stark organisch belasteten Teichen kann der Sauerstoffgehalt deshalb im Winter deutlich abnehmen.

Wasserschichtung im Teich erhalten

Eine natürliche Wasserschichtung kann durch Wind, Abkühlung und Wasserbewegung immer wieder verändert oder aufgelöst werden. Besonders in kleineren und flacheren Teichen kann bereits stärkerer Wind zu einer deutlichen Durchmischung des Wassers führen. Beruhigen sich die Bedingungen wieder, kann sich die Temperaturschichtung anschließend erneut ausbilden.

Auch Teichpumpen können die Wasserschichten durch ihre Wasserbewegung beeinflussen. Wenn die natürliche Schichtung möglichst wenig gestört werden soll, sollte eine Pumpe nicht unnötig tief im Teich platziert werden. Für die Versorgung eines Bachlaufs oder Wasserfalls reicht je nach Teichanlage häufig eine Entnahme aus einem flacheren Bereich aus.

Im Winter sollte die Position und Betriebsweise einer Teichpumpe besonders bedacht werden. Eine tief platzierte Pumpe kann die wärmere Wasserschicht am Teichgrund mit dem kalten Oberflächenwasser vermischen. Bei einem Teich, der im Winter möglichst wenig durchmischt werden soll, kann es deshalb sinnvoll sein, die Pumpe abzuschalten.

Soll im Winter lediglich eine kleine eisfreie Stelle erhalten bleiben, ist ein dafür geeigneter Eisfreihalter eine einfache Möglichkeit. Ein tief im Teich platzierter Sprudelstein kann dagegen die Wasserschichten deutlich stärker durchmischen und sollte deshalb nicht pauschal als Mittel gegen eine geschlossene Eisdecke eingesetzt werden.

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