Wie überwintern Fische im Teich?

Wenn die Wassertemperatur im Herbst sinkt, werden Teichfische zunehmend ruhiger. Sie fahren ihren Stoffwechsel herunter, bewegen sich weniger und ziehen sich meist in tiefere Bereiche des Teiches zurück. Entscheidend für eine erfolgreiche Überwinterung sind die Fischart, die Teichtiefe und eine ausreichende Sauerstoffversorgung.

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Wie verhalten sich Fische im Winter?

Sinkt die Wassertemperatur, werden Fische zunehmend ruhiger. Ihr Stoffwechsel verlangsamt sich, sie bewegen sich weniger und nehmen immer weniger Futter auf. Bei kaltem Wasser ziehen sie sich häufig in tiefere Bereiche des Teiches zurück, wo die Temperaturen vergleichsweise stabil sind.

Wo halten sich Fische im Winter auf?

Am Teichgrund herrschen im Winter im Teich die stabilsten Bedingungen. Das liegt an der Temperaturschichtung des Wassers: Bei etwa 4 °C ist Wasser am schwersten und sammelt sich deshalb unten. Darüber liegt kälteres Wasser, das an der Oberfläche schließlich gefrieren kann. So bleibt den Fischen auch bei einer geschlossenen Eisdecke ein Bereich, in dem die Wassertemperatur vergleichsweise stabil bleibt.

Wie tief muss ein Teich sein?

Für die Überwinterung zählt nicht nur, wie tief ein Teich ist, sondern auch, wie groß seine Tiefenzone ist. Eine kleine Mulde von einem halben Quadratmeter bietet den Fischen deutlich weniger Rückzugsraum als ein größerer, tiefer Bereich. Aus unserer Erfahrung im Teichbau empfehlen wir deshalb eine Tiefenzone von mindestens etwa 2 m² und eine Wassertiefe von 1,20 bis 1,40 Metern. So steht den Fischen auch im Winter ausreichend frostgeschütztes Wasservolumen zur Verfügung.

Sauerstoff im Teich im Winter

Auch im Winter benötigen Fische Sauerstoff, allerdings deutlich weniger als bei warmen Wassertemperaturen. Eine geschlossene Eisdecke kann den natürlichen Gasaustausch an der Wasseroberfläche jedoch stark einschränken. Besonders problematisch kann das in Teichen mit viel Laub, abgestorbenen Pflanzen oder anderen organischen Ablagerungen sein, da bei deren Zersetzung Sauerstoff verbraucht wird.

Muss der Teich eisfrei bleiben?

Eine vollständig geschlossene Eisdecke sollte möglichst vermieden werden. Sie verhindert den natürlichen Austausch von Sauerstoff und anderen Gasen zwischen Wasser und Luft. Eine kleine eisfreie Stelle reicht dafür bereits aus und bietet den Fischen auch bei längerem Frost bessere Bedingungen. Der gesamte Teich muss im Winter dagegen nicht eisfrei bleiben.

Wie bleibt der Teich im Winter eisfrei?

Für die Überwinterung der Fische reicht eine kleine eisfreie Stelle aus. Sie sorgt dafür, dass weiterhin ein Austausch zwischen Wasser und Luft möglich ist. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Teich und vorhandener Technik eingesetzt werden können.

- Eisfreihalter

Ein Eisfreihalter hält einen kleinen Bereich der Wasseroberfläche offen. Dadurch können weiterhin Gase zwischen Wasser und Luft ausgetauscht werden, während die natürliche Temperaturschichtung im Teich erhalten bleibt. Für die überwinternden Fische ist das eine einfache Möglichkeit, den Gasaustausch zu unterstützen.

- Belüfter

Ein Belüfter kann ebenfalls dafür sorgen, dass eine kleine Stelle eisfrei bleibt und gleichzeitig Sauerstoff ins Wasser gelangt. Wichtig ist aber die Position des Ausströmers: Er sollte nicht am tiefsten Punkt des Teiches liegen. Sonst wird das wärmere Wasser aus der Tiefe nach oben gedrückt und die wichtige Temperaturschichtung gestört.

- Teichpumpe

Auch eine kleine, separate Pumpe kann genutzt werden, um eine Stelle eisfrei zu halten. Wichtig ist, dass sie nicht das wärmere Wasser aus der Tiefe nach oben zieht und den Teich dadurch stark durchmischt. Bei einem Teich mit Filteranlage kann eine zusätzliche Pumpe deshalb oft die bessere Lösung sein, als die vorhandene Filterpumpe für den Winterbetrieb umzustellen.

Welche Fische überwintern im Teich?

Viele robuste Teichfische können den Winter gut im Gartenteich verbringen. Welche Arten dafür geeignet sind und worauf bei der Überwinterung zu achten ist, unterscheidet sich jedoch je nach Fischart

- Welche Goldfische sind winterhart?

Goldfische und Shubunkin können in einem geeigneten Gartenteich draußen überwintern. Bei empfindlicheren Zuchtformen wie Schleierschwänzen sieht es anders aus. Sie kommen mit den kalten Bedingungen im Teich schlechter zurecht und sollten spätestens bei Wassertemperaturen unter 12 °C in ein geeignetes Winterquartier umgesetzt werden. Dort lassen sich Temperatur und Haltungsbedingungen besser kontrollieren.

- Einheimische Biotopfische

Viele einheimische Biotopfische sind gut an unsere Winterbedingungen angepasst. Dazu gehören beispielsweise Moderlieschen, Stichlinge, Elritzen und Bitterlinge. In einem ausreichend tiefen und gut vorbereiteten Teich können diese Arten den Winter in der Regel problemlos draußen verbringen. Wichtig sind dabei vor allem eine ausreichend große Tiefenzone, eine gute Wasserqualität und genügend Sauerstoff. Bei passenden Bedingungen brauchen diese Fische im Winter normalerweise keine besondere Behandlung.

Was fressen Fische im Winter?

Mit sinkenden Wassertemperaturen brauchen die meisten Teichfische immer weniger Futter. Solange sie noch aktiv nach Nahrung suchen, kann sparsam gefüttert werden. Bei sehr kaltem Wasser stellen viele Arten das Fressen weitgehend ein. Koi verhalten sich grundsätzlich ähnlich, während Störe auch im Winter aktiv bleiben und weiter gefüttert werden müssen. Entscheidend sind deshalb die Fischart, die Wassertemperatur und das Verhalten der Tiere.

Was sollte vor dem Winter passieren?

Eine gründliche Teichpflege im Herbst hilft dabei, den Teich gut auf den Winter vorzubereiten. Vor allem Laub und größere Mengen abgestorbener Pflanzen und Algen sollten möglichst entfernt werden, da bei ihrer Zersetzung Sauerstoff verbraucht wird. Der Teich sollte aber nicht komplett sauber gemacht werden: Ein Teil des natürlichen Bodengrunds und der Pflanzenreste gehört zum Lebensraum der Teichbewohner und kann ihnen im Winter als Rückzugsraum dienen.

Was sollte man im Winter vermeiden?

Im Winter sollte der Teich möglichst in Ruhe gelassen werden. Die Eisdecke sollte nicht aufgeschlagen werden, da die Erschütterungen die Fische stören können. Auch eine starke Durchmischung des Wassers ist ungünstig, weil dadurch die wärmere Tiefenzone verloren gehen kann. Gefüttert werden sollte nur, solange die Fische bei passenden Wassertemperaturen noch aktiv nach Nahrung suchen. Futter, das nicht aufgenommen wird, belastet unnötig die Wasserqualität.

Kleine Teiche im Winter

Je kleiner und flacher ein Teich ist, desto schwieriger wird die Überwinterung von Fischen. Das Wasser kühlt schneller aus und kann bei längerem Frost bis in größere Tiefen gefrieren. Für kleine Wasserbecken und Miniteiche sind Fische deshalb meist keine geeigneten Bewohner. Sind bereits Fische im Miniteich, sollte vor dem Winter geprüft werden, ob sie dort sicher überwintern können. Ist der Teich zu flach oder besteht die Gefahr des Durchfrierens, müssen die Fische rechtzeitig in ein geeignetes Winterquartier umgesetzt werden.

Gute Bedingungen für Fische im Winter

Ob Fische gut durch den Winter kommen, hängt vor allem von den Bedingungen im Teich ab. Eine ausreichend große und tiefe Tiefenzone, gute Wasserqualität und eine kleine eisfreie Stelle schaffen wichtige Voraussetzungen. Wer den Teich im Herbst vorbereitet und die Fische im Winter möglichst wenig stört, unterstützt ihre natürliche Überwinterung.

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