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Wenn die Wassertemperaturen nach dem Winter steigen, werden auch die Teichfische im Frühjahr wieder aktiver. Sie schwimmen häufiger, suchen nach Nahrung und bei vielen Arten beginnt die Laichzeit.
Für Teichbesitzer stellt sich jetzt vor allem die Frage: Wann soll wieder gefüttert werden?
Eine feste Regel nach dem Kalender gibt es dafür nicht. Entscheidend sind die Wassertemperatur und das Verhalten der Fische. Werden die Tiere wieder regelmäßig aktiv und suchen gezielt nach Nahrung, kann die Fütterung langsam beginnen.
Bei niedrigen Wassertemperaturen laufen Stoffwechsel und Aktivität vieler Teichfische deutlich langsamer ab. Im Winter bewegen sich die Tiere deshalb wenig und nehmen kaum oder gar kein Futter auf.
Mit steigenden Temperaturen nimmt die Aktivität wieder zu. Die Fische schwimmen häufiger durch den Teich und beginnen wieder verstärkt nach Nahrung zu suchen.
Das geschieht nicht bei allen Fischarten gleichzeitig. Auch das Wetter beeinflusst die Aktivität. Nach einigen warmen Tagen kann ein Kälteeinbruch die Fische wieder deutlich ruhiger werden lassen.
Der Monat allein sagt deshalb wenig darüber aus, ob die Fische bereits gefüttert werden sollten.
Werden die Fische wieder regelmäßig aktiv und suchen nach Nahrung, kann mit kleinen Futtermengen begonnen werden.
Als praktische Orientierung werden häufig 10 bis 12 °C Wassertemperatur genannt. Diese Temperatur ist jedoch keine feste Grenze, die für jede Fischart und jeden Teich gleichermaßen gilt.
Entscheidend ist, wie sich die Fische bei dieser Temperatur verhalten.
Stehen sie noch überwiegend ruhig und zeigen wenig Interesse an Nahrung, können Sie mit der Fütterung noch warten. Schwimmen sie dagegen aktiv umher und nehmen angebotenes Futter gezielt auf, können Sie mit kleinen Portionen beginnen.
Auch die Temperaturverteilung im Teich spielt eine Rolle. An sonnigen Tagen kann das Wasser an der Oberfläche bereits deutlich wärmer sein, während es in tieferen Bereichen noch kalt ist.
Die erste Fütterung sollte sich deshalb an der tatsächlichen Aktivität der Fische orientieren und nicht an einem bestimmten Datum.
Nach der Winterruhe sollten Sie nicht sofort wieder die gleiche Futtermenge anbieten wie im Sommer.
Beginnen Sie mit kleinen Portionen und beobachten Sie, wie schnell die Fische das Futter aufnehmen. Wird alles zügig gefressen, können Sie die Menge bei den nächsten Fütterungen langsam erhöhen.
Bleibt Futter liegen, war die Portion zu groß oder die Fische sind noch nicht aktiv genug.
Nicht gefressenes Futter wird im Teich abgebaut und belastet das Wasser zusätzlich mit organischen Stoffen und Nährstoffen. Deshalb sollte möglichst wenig Futter ungenutzt im Teich bleiben.
Ein häufiger Fehler ist, zu früh mit der Fütterung zu beginnen. Dass die Fische nach dem Winter wieder sichtbar sind, bedeutet nicht automatisch, dass sie bereits regelmäßig gefüttert werden müssen. Wassertemperatur und Fischverhalten sind die entscheidenden Anhaltspunkte.
Auch zu große Portionen sollten vermieden werden. Beginnen Sie nach der Winterruhe mit kleinen Mengen und erhöhen Sie die Futtermenge erst, wenn die Fische das Futter zuverlässig aufnehmen.
Bleiben Futterreste im Teich, war die Portion zu groß oder die Fische sind noch nicht aktiv genug. Die nächste Fütterung sollte entsprechend kleiner ausfallen.
Steigt die Wassertemperatur zunächst an und fällt anschließend wieder deutlich ab, kann auch die Aktivität der Fische zurückgehen. Die Futtermenge sollte dann entsprechend angepasst werden.
Für die Übergangszeit werden spezielle Frühjahrsfutter angeboten. Sie sind für die Fütterung bei noch vergleichsweise niedrigen Wassertemperaturen ausgelegt.
Auch Weizenkeimfutter wird häufig für diese Jahreszeit angeboten. Welches Futter geeignet ist, hängt aber von der jeweiligen Fischart und den Haltungsbedingungen ab.
Mit steigender Wassertemperatur und zunehmender Aktivität kann die Fütterung schrittweise an die Bedingungen der wärmeren Jahreszeit angepasst werden.
Fischfutter sollte trocken, kühl und gut verschlossen gelagert werden.
Ist das Futter sehr alt oder wurde es längere Zeit offen und ungünstig gelagert, sollte es ersetzt werden. Bei längerer Lagerung können unter anderem Vitamine und andere empfindliche Inhaltsstoffe an Qualität verlieren.
Im Teich finden die Fische außerdem natürliche Nahrung. Dazu gehören je nach Teich und Fischart Insektenlarven, Kleinkrebse und andere Wasserorganismen.
Bei niedrigen Wassertemperaturen ist eine geringe Fressaktivität bei vielen Teichfischen normal.
Auch wechselhaftes Wetter kann die Aktivität beeinflussen. Nach warmen Tagen werden die Fische wieder ruhiger, wenn die Wassertemperatur anschließend deutlich fällt.
Wenn die Fische noch nicht fressen, sollten Sie deshalb nicht einfach mehr Futter ins Wasser geben.
Messen Sie die Wassertemperatur und beobachten Sie die Tiere. Sind sie ansonsten unauffällig, können Sie mit der Fütterung noch warten.
Steigt die Wassertemperatur deutlich an und bleiben einzelne oder mehrere Fische trotzdem dauerhaft auffällig, sollte die Ursache genauer untersucht werden.
Nach dem Winter sollten Sie den Fischbestand genauer beobachten.
Dafür müssen Sie die Fische nicht aus dem Wasser holen. Viele Auffälligkeiten lassen sich direkt am Teich erkennen.
Beobachten Sie die Fische auf:
Ein einzelner ruhiger Fisch ist nicht automatisch krank. Bei kaltem Wasser oder wechselnden Temperaturen kann sich die Aktivität deutlich unterscheiden.
Bleibt ein Fisch dagegen über längere Zeit ungewöhnlich ruhig, frisst nicht oder verhält sich deutlich anders als die übrigen Tiere, sollte genauer hingesehen werden.
Auch schnelle Atmung, auffällige Hautveränderungen oder beschädigte Flossen können auf ein Problem hinweisen.
Eine einzelne Auffälligkeit sagt wenig aus. Bleibt eine Veränderung bestehen oder betrifft sie mehrere Fische, sollte die Ursache geklärt werden.
Welche Wasserwerte kontrolliert werden sollten, hängt von der Situation am Teich ab. Bei auffälligem Fischverhalten können sie wichtige Hinweise auf mögliche Ursachen liefern.
Besonders relevant sind der pH-Wert, die Karbonathärte (KH), Ammonium und Ammoniak, Nitrit und der Sauerstoffgehalt.
Nach dem Winter kann sich auch die organische Belastung des Teiches verändern. Abgestorbene Pflanzenteile und anderes organisches Material werden abgebaut und können dabei Sauerstoff verbrauchen und Nährstoffe freisetzen.
Lange Eis- und Schneeperioden können insbesondere in nährstoffreichen Teichen problematisch sein. Nach dem Winter kann deshalb eine Kontrolle des Teiches und bei Bedarf auch der Wasserwerte sinnvoll sein.
Mehr zu den einzelnen Wasserwerten finden Sie in unserem Bereich Wasserwerte im Teich.
Mit steigenden Temperaturen beginnt bei vielen Fischarten die Fortpflanzungszeit.
Dann verändert sich auch das Verhalten. Die Fische werden teilweise sehr aktiv, verfolgen einander oder halten sich bevorzugt an bestimmten Stellen des Teiches auf.
Dieses Verhalten ist nicht automatisch ein Zeichen für eine Erkrankung.
Laichzeit und Laichverhalten unterscheiden sich je nach Fischart. Auch die Wassertemperatur und andere Umweltbedingungen beeinflussen den Zeitpunkt.
Kennt man die Fischarten im eigenen Teich, lässt sich das Verhalten im Frühjahr leichter einordnen.
Das Frühjahr ist eine typische Zeit für neuen Fischbesatz. Neue Fische sollten aber nicht einfach eingesetzt werden, nur weil die Teichsaison beginnt.
Vorher muss geklärt sein, ob der vorhandene Teich weiteren Besatz verträgt. Teichgröße, Wassertiefe, Fischarten, Fischgröße und die Anzahl der bereits vorhandenen Fische spielen dabei eine Rolle.
Kommen Fische aus einem frostfreien Winterquartier zurück in den Gartenteich, sollte der Temperaturunterschied nicht abrupt sein. Die Tiere müssen langsam an die Bedingungen im Teich gewöhnt werden.
Auch neue Fische aus dem Handel sollten vorsichtig eingewöhnt werden.
Ein neuer Fischbesatz sollte zum Teich und zum vorhandenen Fischbestand passen.


Wie überwintern Fische im Teich? Wenn die Wassertemperatur im Herbst sinkt, werden Teichfische zunehmend ruhiger. Sie fahren ihren Stoffwechsel herunter, bewegen sich weniger und
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