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Das Rotauge ist ein heimischer Schwarmfisch, der in vielen stehenden und langsam fließenden Gewässern vorkommt. Auch für größere, naturnah angelegte Gartenteiche kann der Fisch interessant sein. Rotaugen sind anpassungsfähig, friedlich und halten sich gerne in Gruppen auf.
Durch ihre silbrig glänzenden Schuppen und die rötlichen Augen sind Rotaugen gut zu erkennen. Im Gartenteich benötigen sie allerdings ausreichend Platz und freie Schwimmflächen, da sie deutlich größer werden können als viele andere typische Teichfische.
Rotaugen sind interessante heimische Schwarmfische, brauchen aber mehr Platz als viele kleine Teichfische. Für kleine Gartenteiche sind sie deshalb nicht geeignet.
In einem ausreichend großen, naturnah gestalteten Teich können sie dagegen gut gehalten werden. Entscheidend sind genügend Schwimmraum, eine gute Sauerstoffversorgung und eine passende Gruppengröße.
Rotaugen haben einen seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper mit silbrig glänzenden Schuppen. Der Rücken ist meist grünlich bis dunkelgrau gefärbt. Typisch sind die rötlichen Augen, die dem Fisch auch seinen Namen geben.
Die Flossen können je nach Alter und Wasserbedingungen gelblich bis rötlich gefärbt sein. Besonders auffällig sind die roten Augen im Vergleich zu anderen heimischen Weißfischen.
Rotaugen sind Schwarmfische und halten sich meist gemeinsam mit Artgenossen auf. Im Teich bewegen sie sich vor allem in den mittleren und oberen Wasserschichten und suchen zwischen Wasserpflanzen und freien Bereichen nach Nahrung.
Rotaugen kommen in vielen unterschiedlichen Gewässertypen vor. Sie leben in Seen, Teichen, langsam fließenden Flüssen und Kanälen und sind dabei vergleichsweise anpassungsfähig.
Bevorzugt werden Bereiche mit Unterwasserpflanzen und ausreichend Deckung. Gleichzeitig benötigen die Fische freie Wasserflächen, in denen sie sich als Schwarm bewegen können. Damit gehören sie zu den heimischen Biotopfischen, die unter passenden Bedingungen auch in naturnah gestalteten Teichen gehalten werden können.
Für die Haltung von Rotaugen ist vor allem die Teichgröße entscheidend. Da ausgewachsene Tiere deutlich größer werden können als beispielsweise Moderlieschen oder Elritzen, benötigen sie entsprechend mehr Schwimmraum.
Der Teich sollte ausreichend tief sein und über gut strukturierte Bereiche mit Wasserpflanzen verfügen. Gleichzeitig sollten größere freie Wasserflächen vorhanden sein, damit sich der Schwarm bewegen kann.
Eine gute Sauerstoffversorgung ist wichtig. Besonders im Sommer und bei hohen Wassertemperaturen sollte darauf geachtet werden, dass genügend Sauerstoff im Wasser vorhanden ist.
Rotaugen sind grundsätzlich robust und können unter passenden Bedingungen ganzjährig im Gartenteich bleiben.
Rotaugen sind Schwarmfische und sollten daher nicht einzeln gehalten werden. Mindestens 10 Fische sind für eine Gruppe sinnvoll. Wie viele Rotaugen in einen Teich passen, hängt dabei stark von der Teichgröße, dem Wasservolumen und den vorhandenen freien Schwimmflächen ab. Da Rotaugen deutlich größer werden können als viele andere heimische Teichfische, sollte der Bestand entsprechend an die Größe und Struktur des Teiches angepasst werden.
Rotaugen sind bei der Nahrung relativ vielseitig. Sie fressen unter anderem kleine Wasserorganismen, Insektenlarven, Würmer und pflanzliche Nahrung.
Auch Algen und weiche Pflanzenteile werden aufgenommen. Im naturnahen Gartenteich können Rotaugen einen Teil ihrer Nahrung selbst finden.
Bei zusätzlicher Fütterung eignen sich feines Flocken- oder Granulatfutter sowie Frost- und Lebendfutter. Gefüttert werden sollte nur so viel, wie die Fische in kurzer Zeit aufnehmen.
Rotaugen können sich unter geeigneten Bedingungen auch im Gartenteich vermehren. Zur Laichzeit im Frühjahr suchen die Fische flache, gut bewachsene Bereiche auf.
Der Laich wird bevorzugt an Wasserpflanzen und anderem Pflanzenmaterial abgelegt. Nach dem Ablaichen entwickeln sich die Eier zwischen der Vegetation.
Für eine erfolgreiche Fortpflanzung sind deshalb ausreichend Wasserpflanzen und geeignete flache Bereiche hilfreich.
Rotaugen sind winterhart und können im Gartenteich bleiben. Bei sinkenden Wassertemperaturen werden die Fische ruhiger und ziehen sich zunehmend in tiefere und geschützte Bereiche des Teiches zurück. Dort verbringen sie die kalte Jahreszeit.
Wichtig ist, dass der Teich im Winter nicht vollständig durchfriert und ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Bei einer geschlossenen Eisdecke sollte deshalb zumindest ein Bereich der Wasseroberfläche eisfrei bleiben.
Bei kaltem Wasser benötigen Rotaugen nur wenig Nahrung. Gefüttert werden sollte im Winter nur, wenn die Fische tatsächlich aktiv sind und nach Futter suchen. Bei niedrigen Wassertemperaturen kann die Fütterung in der Regel eingestellt werden.
Rotaugen können bis etwa 14 Jahre alt werden. Damit können sie bei geeigneten Bedingungen deutlich länger leben als einige andere heimische Teichfische.
Wie alt einzelne Rotaugen tatsächlich werden, hängt unter anderem von den Bedingungen im Teich, der Wasserqualität, dem Nahrungsangebot und möglichen Fressfeinden ab.
Rotaugen sind grundsätzlich friedliche Schwarmfische und können mit anderen heimischen Teichfischen vergesellschaftet werden. Wichtig ist, dass die Arten ähnliche Ansprüche an Wasserqualität, Platz und Sauerstoffversorgung haben.
Bei deutlich kleineren Fischen und Jungfischen ist jedoch Vorsicht geboten, da ausgewachsene Rotaugen diese als Nahrung aufnehmen können. Deshalb sind Rotaugen nur bedingt für die Vergesellschaftung mit sehr kleinen Teichfischen geeignet.
| Teichfisch | Vergesellschaftung |
|---|---|
| Moderlieschen | Bedingt geeignet – Jungfische gefährdet |
| Bitterling | Gut geeignet |
| Elritze | Gut geeignet |
| Gründling | Grundsätzlich geeignet |
| Dreistachliger Stichling | Grundsätzlich geeignet |
| Rotfeder | Grundsätzlich geeignet |
| Rotauge | Bedingt geeignet – Jungfische gefährdet |
| Goldelritze | Gut geeignet |
| Regenbogenelritze | Gut geeignet |
| Goldgründling | Grundsätzlich geeignet |
| Goldbitterling | Grundsätzlich geeignet |
Bildhinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mit Unterstützung von KI erstellt.

Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) Die Rotfeder ist ein heimischer Fisch, der vor allem in ruhigen und pflanzenreichen Gewässern vorkommt. Mit ihrem schlanken Körper, den rötlichen

Elritze (Phoxinus phoxinus) Die Elritze ist ein kleiner, lebhafter heimischer Fisch, der meist in Schwärmen unterwegs ist. Mit ihrem schlanken Körper und der dunklen

Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus) Der Dreistachlige Stichling ist ein kleiner, lebhafter heimischer Fisch, der mit seinen drei Rückenstacheln leicht zu erkennen ist. Er bewegt

Gründling (Gobio gobio) Der Gründling ist ein kleiner heimischer Fisch, der vor allem durch seine typische Lebensweise am Gewässergrund auffällt. Mit seinen Barteln am Maul
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