Moderlieschen (Leucaspius delineatus)

Das Moderlieschen ist ein kleiner, heimischer Schwarmfisch, der sich gut für die Haltung im Teich und besonders für naturnahe Gartenteiche eignet. Die geselligen Fische bleiben mit meist 6 bis 9 Zentimetern Körperlänge vergleichsweise klein und halten sich bevorzugt in den oberen Wasserschichten auf. Dort sind sie vor allem zwischen Wasserpflanzen und in geschützten Bereichen des Teiches zu beobachten.

Steckbrief:

Das Moderlieschen ist ein unkomplizierter kleiner Schwarmfisch für naturnahe Teiche. Es bleibt klein, braucht keine starke Strömung und findet in einem gut bepflanzten Teich meist einen großen Teil seiner Nahrung selbst. Wichtig sind vor allem ausreichend Platz, Versteckmöglichkeiten und eine gute Sauerstoffversorgung. Unter passenden Bedingungen kann sich das Moderlieschen im Teich sogar selbst vermehren.

Aussehen und Verhalten

Moderlieschen im Seitenprofil
Moderlieschen (Leucaspius delineatus) im Seitenprofil.

Das Moderlieschen gehört zu den heimischen Karpfenfischen und ist mit seinem schlanken, seitlich abgeflachten Körper gut an das Leben in pflanzenreichen Gewässern angepasst. Auffällig ist der silbrig glänzende Körper mit einem dunkleren Rücken und einem feinen, bläulich schimmernden Seitenstreifen. Als geselliger Fisch lebt das Moderlieschen meist in kleinen Schwärmen und hält sich häufig in den oberen Wasserschichten auf.

Lebensraum

Das Moderlieschen lebt vor allem in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Typische Lebensräume sind Altarme, Weiher, Teiche und andere kleinere Gewässer mit dichter Wasser- und Ufervegetation. Die Fische halten sich bevorzugt in flachen, geschützten Bereichen zwischen Wasserpflanzen auf. Auch in langsam fließenden Gewässern suchen sie strömungsarme Bereiche auf.

Haltungsbedingungen im Teich

Bei Moderlieschen sollte der Teich eine gute Sauerstoffversorgung haben. Gerade im Sommer kann es bei länger anhaltender Hitze wichtig werden, auf ausreichend Sauerstoff zu achten. Pflanzen und teilweise beschattete Bereiche helfen dabei, das Wasser etwas kühler zu halten. Im Winter sind Moderlieschen unproblematisch: Sie ziehen sich in tiefere Bereiche zurück und können ganzjährig im Teich bleiben. Wichtig ist, dass ihnen auch bei längerem Frost noch ausreichend Wasser unter der Eisdecke zur Verfügung steht.

Wie viele Moderlieschen im Teich?

Moderlieschen sind Schwarmfische und sollten daher nicht einzeln gehalten werden. Mindestens 10 Fische sind für eine Gruppe sinnvoll, bei ausreichend Platz kann der Bestand entsprechend größer sein. Wie viele Moderlieschen in einen Teich passen, hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Neben dem Wasservolumen spielen auch die Teichgröße, der Pflanzenbestand, das natürliche Nahrungsangebot und die Sauerstoffversorgung eine wichtige Rolle. Da sich Moderlieschen unter geeigneten Bedingungen selbst vermehren können, sollte der Anfangsbestand nicht zu hoch gewählt werden.

Nahrung

Moderlieschen sind bei der Nahrung nicht besonders wählerisch. Sie fressen vor allem kleine Wasserorganismen wie Wasserflöhe, Hüpferlinge und Mückenlarven. Auch kleine Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen, werden gerne genommen. In einem naturnahen, gut bepflanzten Teich finden die Fische normalerweise genug Nahrung, sodass man nicht unbedingt zufüttern muss.

Wer trotzdem füttern möchte, kann feines Flocken- oder Granulatfutter sowie Frost- oder Lebendfutter anbieten. Dabei reicht wenig völlig aus. Das Futter sollte innerhalb kurzer Zeit aufgenommen werden, damit keine unnötigen Futterreste im Teich bleiben.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung beginnt beim Moderlieschen im Frühjahr, meist zwischen April und Juni. Wenn das Wasser wärmer wird, suchen die Fische geeignete Stellen zwischen Wasserpflanzen auf. Das Weibchen legt seine Eier an Pflanzen oder anderen feinen Strukturen ab, wo sie anschließend vom Männchen befruchtet werden.

Moderlieschen können über einen längeren Zeitraum hinweg mehrmals laichen. In einem gut bepflanzten Teich finden sie deshalb meist von selbst geeignete Laichplätze. Die Jungfische bleiben zunächst zwischen der dichten Vegetation und finden dort Schutz und ausreichend kleine Nahrungstiere.

Wie stark sich ein Bestand entwickelt, hängt unter anderem davon ab, wie viel Nahrung vorhanden ist und wie viele Versteckmöglichkeiten es für die Jungfische gibt. Andere Fische können den Nachwuchs fressen. In einem Teich mit wenigen Fressfeinden kann sich das Moderlieschen deshalb durchaus selbstständig vermehren.

Bildhinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mit Unterstützung von KI erstellt.

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