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Fadenalgen gehören in vielen Teichen einfach dazu. Ein paar grüne Fäden sind noch kein Problem. Breiten sie sich jedoch immer weiter aus, hängen als lange Büschel im Wasser oder bilden dichte Algenmatten, wird es schnell lästig.
Dann stellt sich die Frage: Woher kommen die Fadenalgen – und was hilft gegen Fadenalgen, wenn man sie wieder loswerden möchte? Dabei geht es nicht nur darum, die sichtbaren Algen zu entfernen. Auch die Bedingungen im Teich spielen eine Rolle. Mehr über die verschiedenen Algenarten und ihre Ursachen erfahren Sie im Ratgeber zu Algen im Teich.
Fadenalgen bilden lange, grüne Fäden und wachsen meist dort, wo sie Halt finden. Man findet sie an Wasserpflanzen, Steinen, der Teichfolie oder anderen Oberflächen.
Die Fäden können sehr fein sein, aber auch kräftige Büschel bilden. Werden es immer mehr, verbinden sich die einzelnen Fäden zu dichten Algenmatten. Besonders an der Wasseroberfläche können solche Matten wie ein grüner Teppich aussehen.
Einen einzigen Grund gibt es dafür nicht. Licht, Nährstoffe, Temperatur und die Bedingungen im Teich wirken zusammen.
Gerade in einem neuen Teich können Fadenalgen schnell auftauchen. Die höheren Wasserpflanzen wachsen häufig noch kaum, während die Algen bereits kräftig wachsen. Ihnen fehlt in dieser Phase die Konkurrenz durch einen gut entwickelten Pflanzenbestand.
Auch in einem älteren Teich können Fadenalgen plötzlich stärker werden, wenn sich die Bedingungen verändern.
Ein paar Fadenalgen sind zunächst kein Grund zur Sorge. Sie gehören zum natürlichen Algenbewuchs und bieten unter anderem kleinen Wasserorganismen Lebensraum.
Anders sieht es bei größeren Mengen aus. Fadenalgen können andere Pflanzen überwuchern und ihnen Licht nehmen. Sie können sich außerdem an Pumpen und anderen technischen Einrichtungen festsetzen.
Problematisch wird es auch, wenn große Mengen Fadenalgen absterben und im Teich bleiben. Beim Abbau der abgestorbenen Algen wird Sauerstoff verbraucht.
Nicht jede Fadenalge muss sofort entfernt werden. Ein paar grüne Büschel gehören bei vielen Teichen einfach dazu.
Wenn die Algen jedoch immer mehr werden, andere Pflanzen überwuchern oder dichte Matten bilden, lohnt sich ein Eingreifen.
Bei stärkerem Befall empfiehlt es sich, die vorhandenen Fadenalgen zunächst aus dem Teich zu entfernen. Das ist direkt und einfach. Gleichzeitig holen Sie einen Teil der in den Algen gespeicherten Nährstoffe aus dem Teich.
Lange Fäden lassen sich meist gut mit einem Kescher herausziehen. Sie können dabei um den Kescher gewickelt und portionsweise aus dem Wasser gezogen werden.
Bei größeren Mengen sollte der Kescher allerdings nicht zu voll werden. Nasse Fadenalgen können überraschend schwer werden und Kescher oder Stiel ordentlich belasten.
Sitzen die Algen fest auf Steinen oder anderen Oberflächen, kann eine Bürste helfen. Gelöste Algen sollten anschließend ebenfalls aus dem Teich entfernt werden.
Sitzen Fadenalgen direkt auf der Teichfolie, lassen sie sich meist mit einer Bürste lösen. Bei größeren Flächen kann das allerdings ziemlich mühsam werden.
Die Folie muss dabei nicht bis auf den letzten grünen Belag sauber werden. Ein dünner Algenfilm ist etwas anderes als eine dicke Schicht aus Fadenalgen.
Die herausgeholten Algen sollten nicht direkt am Teichrand liegen bleiben. Beim Verrotten werden die darin gespeicherten Nährstoffe wieder freigesetzt.
Besser ist es, die Algen ein Stück vom Teich entfernt abzulegen oder direkt zu entsorgen.
Bei überschaubaren Mengen reicht regelmäßiges Entfernen oft schon aus. Wenn die Fadenalgen trotzdem immer wieder stark nachwachsen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Bedingungen im Teich.
Fadenalgen brauchen Nährstoffe zum Wachsen. Deshalb sollten möglichst wenig zusätzliche Nährstoffe in den Teich gelangen.
Laub, abgestorbene Pflanzenteile und Futterreste sollten nicht dauerhaft im Wasser bleiben. Auch Erde oder Dünger, die mit Regen in den Teich gespült werden, können zusätzliche Nährstoffe einbringen. Wasserwerte im Teich geben dabei wichtige Hinweise auf die Zusammensetzung des Wassers.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Teich mit Fadenalgen automatisch zu viele Nährstoffe enthält.
Phosphat ist ein wichtiger Nährstoff für das Wachstum von Algen und kann auch Fadenalgen fördern.
Ein niedriger Phosphatwert bedeutet umgekehrt aber nicht automatisch, dass keine Fadenalgen wachsen. Fadenalgen und andere Pflanzen nehmen Phosphat aus dem Wasser auf. Ein einzelner Messwert zeigt deshalb nicht die gesamte Nährstoffsituation im Teich. Wie der Phosphat-Wert im Teich einzuordnen ist, hängt deshalb auch von den übrigen Bedingungen ab.
Ein kräftiger Pflanzenbestand kann Fadenalgen Konkurrenz machen. Auch Wasserpflanzen benötigen Licht und Nährstoffe für ihr Wachstum.
Schwimmende Pflanzen und großblättrige Arten können zusätzlich an einigen Stellen Licht wegnehmen. Das kann Fadenalgen dort das Wachstum erschweren. Welche Teichpflanzen gegen Algen helfen können, hängt dabei auch von den Bedingungen im jeweiligen Teich ab.
Mehr Pflanzen sind allerdings nicht automatisch die Lösung. Entscheidend ist, dass sie tatsächlich kräftig wachsen.
Fadenalgen brauchen Licht zum Wachsen. Eine stärkere Beschattung kann ihr Wachstum deshalb begrenzen.
Das bedeutet aber nicht, dass ein sonniger Teich automatisch zum Fadenalgenteich wird. Einen Teich deshalb komplett abzudunkeln, wäre keine sinnvolle Lösung.
Auch Teichschlamm und abgestorbene Pflanzenteile können die Nährstoffversorgung im Teich beeinflussen. In solchen Ablagerungen können sich Nährstoffe sammeln und später wieder ins Wasser gelangen.
Eine dicke Schlammschicht ist deshalb nicht automatisch die Ursache für Fadenalgen. Sie kann aber eine zusätzliche Nährstoffquelle sein.
Mehr Wasserbewegung hilft nicht automatisch gegen Fadenalgen.
Gerade an Pumpenausläufen, Bachläufen oder anderen Stellen mit stärkerer Strömung können Fadenalgen gut wachsen. Wer dort Fadenalgen entdeckt, sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass mehr Strömung das Problem löst.
Je nach Situation kann bereits das regelmäßige Abfischen ausreichen. Bei wiederkehrendem starkem Wachstum müssen dagegen die Bedingungen im Teich verändert werden.
Genau deshalb gibt es kein einzelnes Mittel, mit dem sich Fadenalgen in jedem Teich dauerhaft beseitigen lassen.
Einige pflanzenfressende Fische nehmen auch Fadenalgen auf. Als zuverlässige Methode, einen starken Fadenalgenbewuchs zu beseitigen, taugen Fische aber nicht.
Vor allem lange, kräftige Fadenalgen werden von vielen Teichfischen nur wenig gefressen. Junge und weiche Algen werden eher angenommen.
Dazu kommt ein weiterer Punkt: Manche Fische fressen nicht nur Algen, sondern auch Wasserpflanzen. Gerade in einem bepflanzten Gartenteich kann das unerwünscht sein.
Häufig genannt werden unter anderem Rotfedern, Nasen und Graskarpfen. Bei diesen Arten sollte man allerdings genauer hinschauen.
Die Nase weidet beispielsweise Algenbeläge von festen Oberflächen ab. Das ist nicht dasselbe wie ein dichtes Büschel Fadenalgen im Gartenteich.
Der Graskarpfen ist dagegen ein Pflanzenfresser. Er kann neben Algen auch größere Mengen gewünschter Wasserpflanzen aufnehmen.
Fische sollten deshalb nicht angeschafft werden, nur um Fadenalgen zu bekämpfen. Sind bereits passende Teichfische vorhanden, können sie den Algenbewuchs mit abweiden. Einen starken Befall beseitigen sie dadurch aber nicht zuverlässig.
Rund um Fadenalgen werden viele Hausmittel empfohlen. Dazu gehören unter anderem Salz, Essig, Natron, Torf oder Eichenlaub.
Von solchen Experimenten raten wir ab. Was gegen Algen wirken soll, kann gleichzeitig die Wasserwerte verändern und damit Fische, Pflanzen und andere Wasserbewohner beeinflussen. Auch bei anderen Hausmitteln gegen Algen im Teich ist deshalb Vorsicht angebracht.
Wenn Sie gezielt etwas gegen Fadenalgen unternehmen möchten, sollten Sie deshalb nicht einfach irgendein Mittel aus dem Haushalt ins Teichwasser geben.
Ein Beispiel für einen Fadenalgenvernichter ist der Söll FadenalgenVernichter. Das Pulver wird direkt auf die Fadenalgen gestreut. Als Wirkprinzip kommt dabei Wasserstoffperoxid zum Einsatz, das aus Natriumpercarbonat freigesetzt wird.
Söll gibt für die Anwendung einen pH-Wert unter 8,5 und eine Karbonathärte von mehr als 5 °dH vor. Das Mittel soll außerdem nicht mit Wasserpflanzen in Kontakt kommen. Die genaue Dosierung und Anwendung richten sich nach den Herstellerangaben.
Nach der Behandlung sollten abgestorbene Fadenalgen möglichst aus dem Teich entfernt werden. Gerade bei einem starken Befall sollten nicht große Mengen abgestorbener Algen im Wasser liegen bleiben.
Der FadenalgenVernichter beseitigt den vorhandenen Bewuchs. Er sorgt nicht automatisch dafür, dass keine neuen Fadenalgen wachsen.
Neben direkten Fadenalgenvernichtern gibt es weitere Produkte mit unterschiedlichen Wirkansätzen. Sie sind deshalb nicht einfach untereinander austauschbar.
Phosphatbinder setzen nicht direkt an den vorhandenen Fadenalgen an. Sie binden Phosphat im Wasser und können sinnvoll sein, wenn eine entsprechende Nährstoffbelastung tatsächlich vorhanden ist. Bereits gewachsene Algen werden dadurch aber nicht entfernt.
Daneben gibt es Algizide mit anderer Wirkweise. Sie greifen beispielsweise in die Photosynthese der Algen ein. Solche Mittel können ebenfalls gegen Fadenalgen eingesetzt werden, unterscheiden sich aber in Anwendung, Wirkstoff und Wirkungsdauer.
Auch Produkte mit Mikroorganismen werden zur Unterstützung der Teichpflege angeboten. Sie können biologische Abbauprozesse unterstützen, ersetzen aber weder das Entfernen größerer Algenmengen noch die Suche nach den Ursachen für starkes Algenwachstum.
Bei jedem Mittel gilt deshalb: Herstellerangaben, Dosierung und Einsatzbedingungen genau beachten. Besonders bei einem Teich mit Fischen, Pflanzen und anderen Wasserbewohnern sollte nicht einfach nach dem Motto „viel hilft viel“ behandelt werden.
Die beiden Ansätze verfolgen unterschiedliche Ziele. Ein Fadenalgenvernichter wirkt direkt auf die vorhandenen Algen. Ein Phosphatbinder setzt dagegen bei einem Nährstoff an, der das Algenwachstum fördern kann.
Bei einem starken Bewuchs können Sie die vorhandenen Fadenalgen zunächst mechanisch entfernen und anschließend prüfen, ob im Teich eine erhöhte Nährstoffzufuhr vorliegt. Ein Phosphatbinder ist dabei kein Ersatz für das Entfernen großer Algenmengen.
Umgekehrt bringt es wenig, dauerhaft nur die sichtbaren Algen abzutöten, wenn die Bedingungen im Teich ihr erneutes Wachstum begünstigen.
Welcher Ansatz sinnvoll ist, hängt deshalb von der Situation im Teich ab. Bei einem einmaligen starken Befall kann eine direkte Behandlung infrage kommen. Wachsen die Fadenalgen immer wieder nach, sollten zusätzlich die Ursachen untersucht werden.
Eine UV-C-Anlage wird häufig gegen grünes, trübes Teichwasser eingesetzt. Bei Fadenalgen ist sie dagegen nicht geeignet.
Der Grund ist einfach: Fadenalgen wachsen fest an Pflanzen, Steinen, der Teichfolie oder anderen Oberflächen. Das Wasser mit den Algen läuft deshalb nicht einfach durch die UV-C-Anlage.
UV-C kann daher vor allem bei frei im Wasser schwebenden Algen sinnvoll sein. Gegen einen festen Bewuchs aus Fadenalgen ersetzt die Anlage weder das Abfischen noch eine gezielte Behandlung.
Viele Fadenalgen beginnen bereits im Winter oder frühen Frühjahr zu wachsen. Die höheren Wasserpflanzen starten dagegen oft erst langsam in die neue Saison.
Dadurch können Fadenalgen im Frühjahr zeitweise einen Vorsprung haben. Werden sie frühzeitig entfernt, lässt sich verhindern, dass sich größere Algenmatten entwickeln.
Im Sommer können Fadenalgen unter günstigen Bedingungen besonders stark wachsen. Dabei reagieren die verschiedenen Arten unterschiedlich auf Licht und Temperatur.
Ein kräftig wachsender Pflanzenbestand kann den Fadenalgen Konkurrenz machen. Bei starkem Wachstum sollten die Algen trotzdem regelmäßig entfernt werden.
Mit kürzeren Tagen und sinkenden Temperaturen verändert sich das Wachstum der Fadenalgen. Viele Arten wachsen nun langsamer, verschwinden aber nicht zwangsläufig sofort.
Im Herbst kommt außerdem mehr Laub und abgestorbenes Pflanzenmaterial in den Teich. Größere Mengen davon sollten möglichst entfernt werden.
Auch im Winter können Fadenalgen im Teich vorhanden sein. Einige Arten bleiben bei niedrigen Temperaturen aktiv, während das Wachstum vieler anderer Arten deutlich zurückgeht.
Einzelne Fadenalgenbüschel müssen im Winter normalerweise nicht behandelt werden. Bei größeren Algenmengen kann es dagegen sinnvoll sein, sie zu entfernen, bevor sie im Frühjahr wieder stärker wachsen.
Fadenalgen lassen sich nicht immer verhindern. Trotzdem können Sie einiges dafür tun, dass sie sich nicht stark ausbreiten.
Ein kräftiger Pflanzenbestand und möglichst wenig zusätzliche Nährstoffe können das Wachstum der Fadenalgen begrenzen. Laub, Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile sollten deshalb nicht dauerhaft im Teich bleiben.
Auch die Bedingungen im Teich spielen eine Rolle. Ausreichend wachsende höhere Wasserpflanzen, eine passende Beschattung und ein möglichst geringer Eintrag von Nährstoffen schaffen Bedingungen, unter denen Fadenalgen weniger leicht die Oberhand gewinnen.
Vor allem aber muss nicht jeder grüne Faden sofort verschwinden. Ein Teich darf Algen haben. Erst wenn sich die Fadenalgen deutlich ausbreiten und andere Pflanzen oder die Teichtechnik beeinträchtigen, werden sie zum Problem.
Fadenalgen gehören zu einem Teich dazu. Problematisch werden sie vor allem dann, wenn sie sich stark vermehren, dichte Matten bilden oder andere Pflanzen und die Teichtechnik beeinträchtigen.
Bei stärkerem Bewuchs ist das mechanische Entfernen meist der erste Schritt. Gleichzeitig lohnt sich ein Blick auf Licht, Pflanzenbestand und Nährstoffeinträge.
Fadenalgenvernichter können vorhandene Algen direkt beseitigen. Sie ändern jedoch nicht automatisch die Bedingungen, unter denen neue Fadenalgen wachsen.
Wer Fadenalgen dauerhaft reduzieren möchte, sollte deshalb beides betrachten: die vorhandenen Algen und die Bedingungen im Teich.

Algen im Winter sind zunächst kein Grund zur Sorge. Auch wenn das Wachstum bei niedrigen Temperaturen deutlich nachlässt, verschwinden Algen nicht automatisch aus dem Teich.

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